Greding

"Diese Region hat hohes touristisches Potenzial"

Naturpark schreibt sein Konzept fort – Bis 11. Februar können Bürger an einer Befragung teilnehmen

08.02.2015 | Stand 02.12.2020, 21:40 Uhr

Greding/Thalmässing (aur) In welche Richtung soll sich der Tourismus im Naturpark Altmühltal in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickeln? Momentan wird das in die Jahre gekommene Tourismuskonzept für den Naturpark fortgeschrieben. Der Auftrag dafür wurde an das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) und den Lehrstuhl für Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unter Leitung von Professor Harald Pechlaner vergeben.

Derzeit haben auch alle Bürger im Naturpark die Möglichkeit, sich zu äußern. Noch bis zum kommenden Mittwoch, 11. Februar, können sie an einer Online-Befragung im Internet teilnehmen – der Fragebogen findet sich unter www.naturpark-altmuehltal.de/onlinebefragung-tourismuskonzept.

Für das neue Gutachten wurde im Herbst eine sogenannte Lenkungsgruppe ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder kommen aus Politik, Tourismus, Umweltschutz und Forst. Die Gruppe hat sich bisher einmal getroffen. Außerdem gab es Gespräche mit 15 Bürgermeistern und ihren jeweiligen Tourismusbeauftragten. In der Sitzung des Tourismusausschusses des Landkreises Eichstätt wurde das Konzept kurz erläutert. Christoph Würflein, Geschäftsführer des Naturparks Altmühltal, erklärte die weitere Vorgehensweise.

Am 25. Februar wird ein sogenannter Markenworkshop stattfinden, bei dem auf der Basis der Umfrage und der Expertengespräche überlegt wird, „wie sich das Altmühltal, seine Teilregionen und Orte künftig aus der Vielzahl der Wander- und Radtourismusregionen hervorheben können.“

Das Ziel ist letztlich eine neue „Markenstrategie“ – also eine Klärung dessen, für welche Werte, Eigenschaften und Erlebnismöglichkeiten der Naturpark künftig stehen will. Im April und im Mai folgen dann ein „Produktworkshop“ und nicht zuletzt ein „Investitionsworkshop“.

Für Tourismusprofessor Harald Pechlaner gibt es bei der Positionierung des Naturparks drei Hauptthemen: die typische regionale Architektur, das Thema Naturstein und als Drittes der Schwerpunkt „Nachhaltigkeit und Spiritualität“. Der Tourismus im Altmühltal könne den Menschen „Sinnstiftung“ bieten, sie zur Ruhe und auch zu sich selbst finden lassen.

Christoph Würflein sagte, es müsse gelingen, die Kernkompetenzen des Naturparks mit dem Thema Investitionen zu verknüpfen: „Was nützt uns das schönste Marketing, wenn die Basis-Infrastruktur nicht passt“