Pfaffenhofen

Die Millionen-Grenze ist übersprungen

PK-Leser spenden seit 1990 genau 1 040 000 Euro an Familien in Not

01.02.2013 | Stand 03.12.2020, 0:32 Uhr

Ein prall gefülltes Spendenkörbchen mit 1202 Euro überreichte Stadtrat Franz Schmuttermayr (links) für die Vorweihnacht der guten Herzen an den Stellvertretenden Redaktionsleiter Rudi Gegger - Foto: W. Hailer

Pfaffenhofen (PK) Mit dem Abschluss der aktuellen Aktion Vorweihnacht der guten Herzen hat die Gesamtsumme der vom Pfaffenhofener Kurier für Familien in Not gesammelten Spenden die Millionengrenze geknackt. Seit Gründung des Hilfsfonds im Oktober 1990 spendeten unsere Leserinnen und Leser genau 1,04 Millionen Euro für hilfsbedürftige Mitbürger im Landkreis.

Mit einer Ausnahme stammen sämtliche Gelder aus der Aktion „Vorweihnacht der guten Herzen“. Nur im Jahr 1994 hatte es eine zweite außerplanmäßige Hilfsaktion gegeben, bei der der PK rund 50 000 Euro für die Opfer des Jahrhunderthochwassers Ende April im Landkreis Pfaffenhofen sammelte und über den Verein Familien in Not an die am schlimmsten betroffenen Menschen verteilte.

Seine Gründung verdankt der Verein Familien in Not der PK-Spendenaktion 1989/90. Im November hatten eine wegen Multipler Sklerose an den Rollstuhl gefesselte junge Mutter und ihre beiden vier beziehungsweise neun Jahre alten Töchter aus Vohburg den Ehemann und Vater durch einen Verkehrsunfall verloren. Da die Witwe finanziell nicht in der Lage gewesen wäre, die Kosten für die Restarbeiten an dem halb fertigen neuen Eigenheim aufzubringen, rief der PK zu einer Spendenaktion auf und löste damit eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus. 396 000 Mark (rund 200 000 Euro) spendeten die Leserinnen und Leser unserer Zeitung für die Witwe und ihre Töchter – wesentlich mehr, als zur finanziellen Absicherung der Familie eigentlich benötigt wurde.

Und so konnte der Spendenüberschuss als Startkapital zur Gründung des Vereins „Familien in Not“ im Oktober 1990 verwendet werden. Seither unterstützt der Verein aus dem Hilfsfonds hilfsbedürftige Mitbürger, die durch Krankheit, Unfälle, Arbeitslosigkeit oder andere unglückliche Umstände in Notlagen geraten sind.