Pfaffenhofen

Die FDP macht den Anfang

Eva-Maria Schmidt zieht für die Liberalen in den Bundestagswahlkampf

24.09.2020 | Stand 16.07.2021, 18:33 Uhr
Einstimmig nominiert: Eva-Maria Schmidt will für die FDP in den Bundestag. −Foto: Beschorner

Allershausen - Sie ist "in einer tiefroten Familie" aufgewachsen, sagt sie. Aber sie sei vor allem ein Freigeist, der 2017 zum ersten Mal in ihrem Leben die FDP gewählt habe. Am Mittwoch ist sie nun zur Direktkandidatin der Liberalen im Wahlkreis 214 für die Bundestagswahl in einem Jahr gewählt worden: Eva-Maria Schmidt, 49, aus Hallbergmoos. Zum Wahlkreis gehören die Landkreise Freising und Pfaffenhofen sowie vom Landkreis Neuburg-Schrobenhausen die Gemeinden Aresing, Berg im Gau, Brunnen, Gachenbach, Langenmosen, Schrobenhausen und Waidhofen.

20 Minuten warteten die Verantwortlichen im Gasthof Obermeier in Allershausen, bis sie mit der Versammlung begannen. Denn gerüchteweise habe sich neben Schmidt noch ein anderer Bewerber angesagt, hieß es. Der kam aber nicht, weshalb die Nominierungsversammlung mit FDP-Landesvorsitzendem Daniel Föst zum großen Solo für Schmidt wurde, die am Ende mit 20 von 20 möglichen Stimmen auf den Kandidatenschild gehievt wurde.

Seit 15 Jahren wohnt die geborene Norddeutsche in Hallbergmoos, seit drei Jahren ist sie FDP-Mitglied. "Seiteneinsteiger" sei sie also und "absoluter Frischling" in der Politik. Dass sie nun für den Bundestag kandidiere, habe mehrere Gründe: Die Gefahr gewählt zu werden, sei gering, so Schmidt humorig, sie sei gefragt worden, die Zeit sei reif, und sie wolle der Partei einen Gefallen tun.

Sich selbst beschrieb die 49-Jährige so: "Ich kann gut zuhören ", betonte Schmidt in ihrer Vorstellungsrede, sie sage als Freigeist immer ihre Meinung und "gehe damit manchen auf den Sack". Als Trainerin, Beraterin und Coach für besseres Miteinander und bessere Führung gehe es ihr darum, dass Menschen ihr ganzes Potenzial entfalten können. "Es geht darum, groß zu denken und Netzwerke zu schaffen." Sie probiere gerne neue und andere Beteiligungskonzepte aus. Ansonsten sei sie Allrounderin, sie tanze gerne auf vielen Hochzeiten, könne aber Aufgaben konsequent abarbeiten und liefern.

Der Lohn dieser Bewerbungsrede: alle 20 Stimmen der anwesenden FDP-Mitglieder aus den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen und Teilen von Schrobenhausen. Und es gab auch nur eine Nachfrage aus den Reihen der FDPler: "Wie groß bist du?" Die Antwort der Frau, die mit hochhackigen Schuhen vor dem FDP-Plakat stand: 1,78 Meter. Wie groß die Kandidaten der FDP für den Bundestag sind, ist Daniel Föst egal. Er weiß nur eines und bestärkte so Eva-Maria Schmidt: "Es braucht Freie Demokraten."

PK

Andreas Beschorner