Eindeutiges Votum

"Das Maximale für die Region herausholen"

Delegierte nominieren Ralph Edelhäußer mit 97,9 Prozent zum Bundestagskandidaten der CSU

25.04.2021 | Stand 29.04.2021, 3:33 Uhr
Ralph Edelhäußer hebt in seiner Vorstellungsrunde seine Verankerung im Landkreis Roth sowie seine Nähe zur mittelständischen Wirtschaft hervor. −Foto: R. Schmitt

Hilpoltstein/Feucht - Als Stadtoberhaupt war er der erste Schwarze in Roth. Nun ist er sogar der Erste aller Schwarzen in den Landkreisen Roth und Nürnberger Land. Mit 97,9 Prozent der gültigen Stimmen haben am Samstag 146 Delegierte aus den Kreisverbänden der beiden Landkreise den Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer zum Bundestagskandidaten der CSU für den Wahlkreis Roth nominiert. Der 48-Jährige erhielt 139 von 142 gültigen Stimmen. Die Versammlung fand coronakonform im Waldstadion des TSV Feucht statt.

Ralph Edelhäußer hatte in einer kurzen Vorstellungsrede seine Verankerung im Landkreis Roth sowie seine Nähe zur mittelständischen Wirtschaft betont. "Ich weiß. wo die heimische Wirtschaft der Schuh drückt", sagte Edelhäußer, der Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt ist und einige Jahre als Firmenkundenbetreuer bei der Sparkasse Mittelfranken-Süd gearbeitet hat. Seit 2011 ist er Bürgermeister der Kreisstadt, nun in seiner zweiten Amtsperiode. Edelhäußer hob auch sein Engagement im Ehrenamt in der Kirchenverwaltung und als Kreisvorsitzender im Bayerischen Leichtathletik-Verband hervor. Ferner sitzt er seit 2014 im Kreistag.

Sein Ziel als Abgeordneter sei es, "das Maximale für die Region herauszuholen", so Edelhäußer. "Dafür brauche ich euere Unterstützung", wandte er sich unmittelbar an die Delegierten. Den politischen Gegner sieht er wohl hauptsächlich in den Grünen. "Unsere Mitbewerber wollen eine andere Gesellschaft. Das werden wir nicht zulassen", erklärte er ohne einen Adressaten zu nennen, aber in der Richtung eindeutig.

Zuvor hatte sich Marlene Mortler als Bundestagsabgeordnete von ihrer Basis verabschiedet. Die 65-Jährige aus dem Laufer Ortsteil Dehnberg hatte den Wahlkreis von 2002 bis 2019 als stets direkt gewählte Abgeordnete im Bundestag vertreten. Als Landwirtschaftsexperten trat sie dann 2019 für die Wahl zum Europaparlament an. Seither vertritt sie die Interessen Mittelfrankens und Bayerns in Brüssel und Straßburg. Zugleich rief Mortler die Delegierten auf, durch ein gutes Ergebnis für ihren Nachfolger ein starkes Signal in Richtung der Wählerinnen und Wähler zu senden. Edelhäußer lobte sie als kompetent, zuverlässig und vertrauensvoll. "Ich wünsche dir," wandte sie sich unmittelbar an Edelhäußer, "dass der Landkreis Nürnberger Land für dich ebenso schnell zur zweiten Heimat wird, wie es der Landkreis Roth für mich geworden ist".

Geleitet wurde die Versammlung von den beiden CSU-Kreisvorsitzenden. Die Landtagsabgeordneten Volker Bauer aus Kammerstein und Norbert Dünkel aus Hersbruck sprachen von einem guten Einvernehmen zwischen den beiden Kreisverbänden und sicherten Ralph Edelhäußer die volle Unterstützung der Partei im Wahlkampf zu. "Wir haben einen Kandidaten gefunden, der ein gutes Angebot an alle Wählerinnen und Wähler darstellt und der die Herausforderungen im ländlichen Raum kennt", erklärte Volker Bauer.

HK