Ehekirchen

Damit die Senioren bleiben

In Ehekirchen entsteht eine Wohnanlage, die auf Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist

12.12.2011 | Stand 03.12.2020, 2:03 Uhr

Das Leben in Ehekirchen soll seniorengerechter werden. Gestern trafen sich Harald Rogalinski (2. von links) vom Bauträger Modern Living und Ehekirchens Bürgermeister Günter Gamisch (5. von rechts) zum Spatenstich für eine seniorengerechte Wohnanlage. - Foto: Straßer

Ehekirchen (DK) In Ehekirchen finden in Zukunft auch alte und gebrechliche Menschen adäquate Wohnungen. Der Bauträger Modern Living ist dabei, an der Neuburger Straße ein seniorengerechtes Mehrparteienhaus zu errichten. Gestern war der Spatenstich für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt.

„Jede einzelne Wohneinheit ist barrierefrei, wir haben ein Betreuungskonzept mit Pflege- und Einkaufsservice“, sagt Harald Rogalinski von Modern Living. Außerdem gibt es Bewegungsmelder statt Lichtschalter, ein Piepston erinnert die Bewohner an eingeschaltete Herdplatten, sobald sie ihre vier Wände verlassen. „Das sind alles Annehmlichkeiten, die ältere Menschen nach unseren Erkenntnissen sehr schätzen“, erklärt Rogalinski.

Ähnliche Objekte hat Modern Living schon in anderen Landkreisgemeinden gebaut. In Karlshuld stehen sechs Gebäude mit insgesamt 60 Wohnungen, in Burgheim drei Häuser mit 27 Wohnungen. In Ehekirchen entstehen 14 Wohnungen, 55 bis 80 Quadratmeter groß, für jeweils eine bis zwei Personen. Dass 13 davon schon jetzt verkauft sind, zeigt laut Rogalinski, dass dieses Konzept ankommt. Dabei haben nicht nur Senioren ihr Interesse bekundet. „Auch jüngere Leute schätzen, dass ein Aufzug in den Häusern ist“, sagt Rogalinski. Und auch eine Cafeteria gibt es. „Wenn jemand nicht alleine Mittagessen will, findet er dort Gesellschaft.“

Ehekirchens Bürgermeister Günter Gamisch (FW) unterstützt das Projekt seit dem Herbst 2009. Damals begannen Rogalinski und seine Mitarbeiter mit den Planungen. Dass es bis zum Baubeginn so lange gedauert hat, liegt an vielerlei Gründen. „Ich hatte schon die Befürchtung, dass wir es nicht schaffen“, sagt Rogalinski. Dass es jetzt losgegangen ist, freut auch Gamisch. „Wir wollen ältere Mitbürger in der Gemeinde halten“, sagt er. Damit wir das schaffen, müssen wir ihnen aber auch was bieten.“ Der Standort ist für den Bürgermeister geradezu ideal. Hier im Norden ist mittlerweile das Ortszentrum entstanden.“

Auch Pfarrer Thomas Brom ist froh, dass es für Ehekirchener Senioren jetzt die Möglichkeit gibt, auch im Alter im Ort zu bleiben. „Ich bekomme massiv mit, dass ältere Leute große Probleme haben“, sagt er. „Deshalb finde ich es sehr gut, dass es jetzt die Möglichkeit gibt, in Würde zu altern. So werde das Gebiet in direkter Nachbarschaft zur Kirche immer mehr ein Treffpunkt für Jung und Alt. „In direkter Nähe sind der Kindergarten und das Gemeinschaftshaus“, erklärt Brom. „Und auch der Friedhof ist nicht weit, das ist ein oft sehr unterschätzter sozialer Treffpunkt.

Bezugsfertig sollen die Wohnungen kommenden Oktober sein. „Allerdings sind wir auf einen milden Winter angewiesen, wenn wir das schaffen wollen“, sagt Rogalinski. „Aber nach all den Verzögerungen haben wir uns den verdient.“ Und das Projekt in Ekekirchen ist nicht das letzte seniorengerechte Wohnhaus, das Modern Living bauen will. „Wir haben kürzlich im Neuburger Stadtrat grünes Licht für sechs Baukörper bekommen.“