Es

Bier-Schmankerl in weiter Ferne

02.03.2017 | Stand 02.12.2020, 18:34 Uhr

Es hätte das Paradies sein können - das Paradies für Freunde des edlen Tropfens, in diesem Falle des schmackhaften Gerstensafts. Die Offenbarung hatte sich schon seit längerem angekündigt: In der Luitpoldstraße 7 in Eichstätt sollte das "Bier-Schmankerl" entstehen.

Plakate in den Schaufenstern kündeten von der phantastischen Welt der 400 bis 650 Biere. Wer genau hineinlugte, konnte bereits einige Kästen mit exotischen Sorten erkennen, und auch im Internet wurden beziehungsweise werden die ersten Bierverkostungen offeriert. Acht Sorten Spezialbiere dürfen dabei geschlürft werden - Kostenpunkt: 38 Euro. Häppchen gibt es auch noch. Der Haken: Es hat sich offenbar ausgeschmankerlt, bevor's überhaupt zu Schmankerln begonnen hat.

Seit Wochen tut sich nämlich nichts mehr in dem Laden, der zuvor eine gefühlte Ewigkeit leer gestanden ist. Immerhin steht schon ein Teil der Einrichtung - rustikal-gemütlich, genau das richtige für eine bierselige Stimmung. Allerdings hat dem der Vermieter den Riegel vorgeschoben, respektive die Schotten dichtgemacht. Dem Vernehmen nach ist er nicht mehr sonderlich gut zu sprechen auf seinen Mieter. Die Rede ist davon, dass gar keine Genehmigung für das Biergewerbe vorliege, was die Stadt auch bestätigt. Es existiere zwar eine Anmeldung, aber es müssten noch Unterlagen aus dem Gewerbezentralregister nachgereicht werden, heißt es aus dem Rathaus. Das sei bis dato nicht geschehen. Den Betreiber des Bier-Schmankerls wiederum scheint das nicht weiter zu jucken, er verbreitet Zuversicht: Er habe eine einstweilige Verfügung gegen seinen Vermieter beantragt, um sich wieder Zutritt zu dem Laden zu verschaffen. Dann stehe dem Biervergnügen nichts mehr im Wege. Bis jetzt sieht es allerdings nicht danach aus - zumal der Eigentümer den Laden schon wieder als Mietobjekt anbietet.

Vielleicht sollte man dazu wissen, dass es dieses Mekka für Bierliebhaber mit demselben Betreiber schon in Ingolstadt gegeben hat. Leider wurde es im Januar amtlich versiegelt - wegen Gewerbeuntersagung, wie es hieß.

Ja, es wäre so schön gewesen: ein Bayerisch Nizza Clubbier für nur noch 2,79 Euro, ein Brewdog Cocoa Psycho, das Fläschchen für 7,99 Euro, oder ein Smuttynose Triple für 15,15 Euro. Dafür gibt es dann aber satte 0,65 Liter. Was uns jetzt noch bleibt? Hofmühl-Hell und Gutmann-Weizen. ‹Œkno