Ehekirchen

Bauschuttgrube wird geöffnet

Ehekirchener Gemeinderat beschließt Öffnung der Deponie bei Bonsal

22.01.2014 | Stand 02.12.2020, 23:10 Uhr

Ehekirchen (DK) Die Bauschuttgrube Bonsal wird wieder geöffnet. Darauf einigte sich am Dienstagabend der Ehekirchener Gemeinderat. Nun gilt es, einen Deponiewart zu finden und die genauen Nutzungskriterien und Gebühren festzulegen.

Nur Ehekirchener Bürger dürfen ihren Bauschutt zukünftig auf der Deponie am Waldrand oberhalb von Bonsal abliefern, Auswärtige nur nach einer Einzelfallentscheidung der Gemeinde. Es wird feste Öffnungszeiten geben, außerdem muss der Deponiewart immer dabei sein, wenn etwas abgeliefert wird. „Der Wart muss standhaft sein und das sehr genau nehmen“, sagte Josef Karmann (CSU). Denn die größte Befürchtung der Ratsmitglieder war es am Dienstagabend, dass jemand – wissentlich oder aus Versehen – belastetes Material abliefert und die Gemeinde dann den Ärger und die Kosten am Hals hat, so wie in der Vergangenheit bei der Hollenbacher Deponie. „Das Problem ist, dass der Anlieferer nicht genau beurteilen kann, um welche Schadstoffklasse es sich handelt“, sagte Josef Meitinger (FW).

Deshalb soll der Deponiewart nach Absprache schon im Vorfeld die Baustelle besichtigen, von der der Schutt stammt – dann kann er die Qualität des Materials abschätzen. Werden zum Beispiel die Steine einer Gartenmauer abgerissen, besteht wenig Grund zur Vorsicht; wird allerdings eine Werkstatt abgebaut, könnten Treibstoffe oder Öle ausgelaufen sein. Ab einer gewissen Menge muss der Anlieferer außerdem ein Zertifikat vorlegen, dass der Bauschutt in Ordnung ist.

Wie viel die Ablieferung eines Kubikmeters Schutt kosten soll, ist noch nicht festgelegt: zwischen sieben und zwölf Euro stand am Dienstagabend im Raum. Ein erster Interessent war bereits die Nachbargemeinde Pöttmes für 100 Kubikmeter. Dem stehe grundsätzlich nichts im Wege, wenn es sich um unbelastetes Material handelt, so der Rat. Im Raum steht momentan außerdem eine Klage eines Nachbarn, der dort oben Wald hat. Was der Inhalt der Klage ist, wusste Bürgermeister Günter Gamisch (FW) am Dienstag aber auch noch nicht. Seinem Kenntnisstand nach dürfte die Klage aber unbegründet sein, sagte Gamisch.

Rund zwanzig Jahre lang könnte die etwa 40 000 Kubikmeter umfassende Grube als Deponie dienen – so die Schätzungen der Gemeinde. 20 000 Euro wird die Rekultivierung in 20 Jahren ungefähr kosten. 93 000 Euro die Rekultivierung der alten Grube daneben.