Breitenbrunn

Bau der Heizzentrale läuft auf Hochtouren

Am künftigen Feuerwehr- und Gemeindehaus von Breitenbrunn gehen die Arbeiten weiter

03.08.2015 | Stand 02.12.2020, 20:57 Uhr

Ein Kran am Unteren Markt in Breitenbrunn zeugt vom Fortschritt der Arbeiten - Foto: Sturm

Breitenbrunn (swp) Am Unteren Markt in Breitenbrunn läuft der Ausbau der Heizzentrale auf Hochtouren. So wie es aussieht, werden an die künftige Nahwärmeversorgung zunächst lediglich das Haus der Musik und das künftige Feuerwehr- und Gemeindehaus angeschlossen.

Im August hatte die Marktgemeinde das kleine Anwesen am Unteren Markt gekauft. Dieses befindet sich neben dem künftigen Feuerwehr- und Gemeindehaus und beherbergte einmal den Schulungsraum der Feuerwehr. Im Frühjahr haben die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs das Gebäude entkernt, seitdem gehen dort die Handwerker ein und aus. Jetzt steht ein Baukran vor dem Gebäude, ein Zaun umgibt die Baustelle, Baumaterialien weisen darauf hin, dass es mit dem Ausbau zügig weitergeht.

In das Erdgeschoss kommt eine Heizzentrale für die Nahwärmeversorgung. Die Bauleitung für die Heizung liegt bei Planer Robert Ehrensberger aus Lupburg. Die Nahwärmeversorgung wird mit Holzpellets befeuert. Sie soll mit zwei Heizkesseln von jeweils 150 Kilowatt Leistung und mit zwei Pufferspeichern mit jeweils 5000 Litern ausgestattet werden, was eine Spitzenlastabdeckung mit fossilen Brennstoffen überflüssig macht.

Das Netz wird eine Leitungslänge von ungefähr 55 Metern haben. Von der Auslegung der Nahwärmeversorgung her gesehen, könnten daran der Pfarrhof, das Pfarrheim, das Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus, das Haus der Musik, das Benefiziatenhaus und auch noch ein paar Privatgebäude angeschlossen werden.

Das war ursprünglich auch so gedacht. Aber wie zu hören war, kommt es derzeit nicht dazu. Der Pfarrhof, das Pfarrheim das Benefiziatenhaus schließen nach dem Stand der Dinge ebenso wenig an wie Privathäuser. Während also im ersten Geschoss des Häuschens die Heizzentrale eingebaut wird, soll im Obergeschoss eine kleine Mietwohnung entstehen. Die Gesamtkosten der Maßnahme inklusive Heizungsanlage und Wohnung im Obergeschoss belaufen sich auf rund 600 000 Euro. Das Gesamtprojekt wird von der Regierung mit vermutlich rund 250 000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm bezuschusst.

Das angrenzende Ökonomiegebäude und künftige Feuerwehr- und Gemeindehaus ist derzeit voll verhüllt, fast wie einst der Reichstag in Berlin. Während aber dort das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude aluminiumbedampftes Polypropylengewebe verwendet hatte, machten es die Bauarbeiter in Breitenbrunn mit klassischem Jutestoff. Der Hintergrund der Verhüllungsaktion in Breitenbrunn liegt in der Gestaltung der Fassade. Diese soll in einem gebrochenen Weiß gestrichen werden, wobei die Eichenfenster eine kunstvoll gestaltete, ziegelfarbene Umrahmung mit angedeutetem Sims und Giebel bekommen.

Das Verfahren zur Aufbringung von Putz und Farbe ist kompliziert und erfordert eine zeitlich genau aufeinander abgestimmte Aktion der beteiligten Firmen aus Dietfurt und Parsberg. Bei dem angewendeten Verfahren müssen die Farben für die Fassade und die Fensterrahmen in den noch feuchten Putz gestrichen werden. Deswegen erfolgte jetzt auch die Verhüllung des Gebäudes.