<b>Beilngries:</b> Kultusministerium genehmigt Ganztagszug

03.06.2009 | Stand 03.12.2020, 4:54 Uhr

In der Hauptschule Beilngries wird nach den Sommerferien eine Ganztagsklasse eingerichtet. - Foto: Riedl

Beilngries (DK) "Riesig" freute sich gestern Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht (BL/FW) über die Zusage des Kultusministeriums, dass ab dem nächsten Unterrichtsjahr an der Hauptschule ein "gebundener Ganztagszug" eingeführt werden darf. Das trage zur Sicherung dieser Schule bei.

"Die Genehmigung berechtigt zur Errichtung je einer zusätzlichen gebundenen Ganztagsklasse je Schuljahr bis zum Erreichen eines Vollausbaus in allen Jahrgangsstufen eines Zuges, beginnend im Schuljahr 2009/2010", heißt es im Bewilligungsbescheid des Ministerium. "Dass das so schnell geklappt hat, finde ich hervorragend", erklärte die Gemeindechefin im Gespräch mit dem DONAUKURIER. Das Ganze könne jetzt in die vor wenigen Tagen begonnene Sanierung der Schulgebäude mit eingeplant werden. Die Einführung eines Ganztagszuges, beginnend mit der fünften Jahrgangsstufe, trage zur Sicherung und Festigung des Hauptschulstandortes Beilngries bei.

Der Stadtrat hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema Ganztagsschule befasst und am 2. April einstimmig die Errichtung eines gebundenen Ganztagszugs der 5. Jahrgangsstufe beschlossen.

Die Bürgermeisterin war nach eigenen Worten bestens vorbereitet auf diese Neuerung. Brigitte Frauenknecht: "Für mich war es ein glücklicher Umstand, dass ich im März an einer Informationsveranstaltung des Bayerischen Gemeindetags zum Thema ,Neues aus der Schullandschaft’, bei dem das Ausbaukonzept Ganztagsschule bekannt gegeben wurde, teilnehmen konnte. Dabei habe ich das Wichtigste erfahren und bin bestens vorbereitet für das Bevorstehende."

Laut Auskunft des bayerischen Kultusministeriums soll der Aufbau eines gebundenen Ganztagszugs an rund 600 Hauptschulstandorten in Bayern erfolgen. Voraussetzung ist eine Mindestschülerzahl von 350. Die Beilngrieser Hauptschule hat zurzeit knapp 400 Schülerinnen und Schüler. In den nächsten Jahren sollen Ganztagszüge auch an Realschulen und Gymnasien eingerichtet werden.

Die Gemeindechefin hat Hauptschulrektor Ewald Schiebel bereits über die Bewilligung informiert. Die Hauptschule habe schon vor Monaten das Interesse an einer Ganztagsschule erfragt und wolle nach den Ferien die Werbung bei Eltern und Schülern durchführen. Bei einer Befragung im März hätten 31 Eltern von Viertklässlern an der Grundschule die Sache befürwortet, so Frauenknecht. Der Ganztagszug müsse eine Mindeststärke von 15 Personen haben. Zu klären sei auch noch die Verköstigung der künftigen Ganztagsschüler.