Nürnberg
Ausgebüxter Riesenhund legt Verkehr lahm

01.09.2017 | Stand 02.12.2020, 17:34 Uhr

Nürnberg (DK) Fünf Polizisten inklusive Diensthund waren nötig, um am Donnerstagabend eine entlaufene Riesenhündin, eine sogenannte Kangal-Hündin, auf der Südwesttangente von Nürnberg wieder einzufangen.

Die Hündin Kia sei laut Polizei gegen 19 Uhr ohne sein Herrchen Gassi gegangen. Der Besitzer eines Imbissstandes in der Edisonstraße habe in heller Aufregung bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, dass ein riesengroßer Hund auf der Straße vor seinem Geschäft unterwegs sei. Der Standbesitzer gab an, er traue sich nicht mehr auf die Straße.

Als zwei Streifen der Nürnberger Polizei zusammen mit dem Hundehalter in der Edisonstraße eingetroffen waren, sei der Vierbeiner allerdings verschwunden gewesen. Nach Angaben des Halters handele es sich um einen Hund der Rasse Kangal, der eine Schulterhöhe von bis zu knapp 90 Zentimetern erreichen kann. Der entlaufene Hund sei allerdings ungefährlich, gab der Besitzer der Polizei zufolge an.

Inzwischen hatten sich mehrere Autofahrer bei der Polizeieinsatzzentrale gemeldet und mitgeteilt, dass ein riesiger Hund auf der Südwesttangente entgegen der Fahrtrichtung von der Anschlussstelle Großreuth in Richtung Hafen laufe. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und fuhr, unterstützt von einem Diensthundeführer, dorthin und sperrte die Fahrbahn in Richtung Fürth. 

Der Hund habe sich jedoch nicht so einfach wieder einfangen lassen. Ein im Stau stehender Metzger hatte eine Idee und übergab den Beamten als Lockmittel einige seiner Wiener Würstchen. Doch auch damit hatten die Beamten kein Glück bei Hündin Kia - sie trottete einfach weiter.

Kurz vor 19.30 Uhr habe die Hundedame die Südwesttangente verlassen und sei über ein angrenzendes Feld in die Uffenheimer Straße gelaufen. Dort gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Hündin in eine Sackgasse zu treiben. Der Hundehalter habe dort völlig problemlos an die Leine nehmen können.

Wegen des Polizeieinsatzes habe die Südwesttangente zwischen 19.10 Uhr und 19.25 Uhr gesperrt werden müssen, so die Polizei. Es kam demnach zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen und einem Stau. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen gefährdete oder schädigte der Hund dem Polizeibericht zufolge keine unbeteiligten Personen. Er sei während des gesamten Einsatzes friedlich gewesen.