Kösching

Aus Baustelle wird Schwimmbad

Tag der offenen Tür: Hunderte Besucher besichtigen Bad am Berg in Kösching - Eröffnung für März geplant

10.01.2020 | Stand 02.12.2020, 12:14 Uhr
Uwe Ziegler
Am Tag der offenen Tür besichtigten am Freitag Hunderte Besucher das neue Hallenbad in Kösching. Noch besteht es aus vielen kleinen Baustellen - wie hier das künftige Nichtschwimmerbecken. Wie die Gäste erfuhren, soll es aber im März in Betrieb gehen. −Foto: Stephan

Kösching - Noch besteht das Innenleben des neuen Hallenbads in Kösching aus vielen Baustellen. Trotzdem besteht Zuversicht, dass das Bad am Berg, wie die Einrichtung künftig heißen wird, im März in Betrieb gehen kann. "Es wird sportlich, aber es ist machbar", versicherte Artur Stajszczyk, Geschäftsführer Architektenbüro Schick GmbH, am Freitag beim Tag der offenen Tür.

Drei Stunden lang durften Interessierte - darunter viele Familien - nachmittags einen Blick ins neue Schwimmbad werfen, das von Weitem schon in kräftigem Rot und Orange vom Fortberg herab leuchtet. Und der Andrang war enorm: Hunderte Menschen strömten in Grüppchen - unter anderem geführt von Bürgermeisterin Andrea Ernhofer (SPD) - durch die Umkleidekabinen, die Schwimmhalle oder die finnische Sauna. Offenbar können es die Badefans aus Kösching und Umgebung kaum erwarten, dass das Bad am Berg offiziell seine Pforten öffnet.

Bis dahin ist noch viel zu tun. "Es muss noch wahnsinnig viel eingebaut werden", gab Stajszczyk während der rund einstündigen Führung zu. Dazu kämen die Abnahme durch sämtliche Ämter sowie die Inbetriebnahme. Trotzdem gab er sich optimistisch auf die am häufigsten gestellte Frage der Besucher, ob der Termin im März eingehalten werden kann. Nur auf die Außenanlagen müssten die Badegäste Stajszczyk zufolge ein bisschen länger warten.


Einstweilen hatte er am Freitag jede Menge Informationen über die Einrichtung parat, die von Zahlen bis hin zur Technik, für die allein fast fünf Millionen Euro investiert wurden, reichten. So werden laut dem Planer 3150 Badewannen an Wassermenge kontinuierlich durchgewälzt - und zwar alle 15 Minuten. Bis zu 200 Menschen können sich gleichzeitig im Schwimmbad aufhalten - "bis zur Erschöpfung", wie Stajszczyk lachend mitteilte. "Denn die Besuchszeit ist nicht wie in vielen anderen Bädern auf drei Stunden beschränkt." Darüber hinaus erfuhren die Anwesenden Dutzende Details über das zweigeschossige Bistro, die elektronisch geregelten Spinde, die Holzverkleidung in der Sauna, die lärmabsorbierenden Deckenplatten, die LED-Beleuchtung in den Becken, die Wärmebänke oder das Dampfbad.

Außerdem wies Stajszczyk aus dem hohen Fenster über die Sonnenterrasse mit Blick auf die Anlage des Freibads, das bekanntlich bald saniert werden soll. "Das Freibad liegt auf derselben Ebene, sodass beide gleichzeitig nutzbar sind", erklärte der Planer. "Wenn es im Sommer ein Gewitter gibt, können Sie hineingehen und zum gleichen Preis weiterschwimmen."

Neben der Barrierefreiheit bis in die Becken hinein betonte Stajszczyk insbesondere die Familienfreundlichkeit des Bads. "Wir planen auch für die Kleinsten, und da sind wir stolz drauf", sagte der Planer, als er auf das mediterrane Farbkonzept, den Spielebereich neben den Frisiertischen, die geplanten Attraktionen im Kinderbecken wie Fontänen oder die Maßnahmen zur Unfallprävention verwies. "Uns ist wichtig, dass die Kinder hier mit dem Wasser vertraut werden, damit sie irgendwann gefahrlos ins Schwimmerbecken wechseln können."

Eine Mutter mit ihren beiden kleinen Kindern war begeistert. "Das wird toll, ich freu' mich", sagte sie im Anschluss im Gespräch mit dem DK. Auf die Frage, ob sie denn schon schwimmen könne, antwortete ihre vierjährige Tochter: "Wir üben noch." Das Bad am Berg wird hierfür sicherlich ein geeigneter Ort sein.

DK

Tanja Stephan