Altmannstein

Augenzeugen dringend gesucht

Polizei nimmt Ermittlungen zum Vandalismus in Altmannstein auf - Schäden auch in Mindelstetten

03.01.2018 | Stand 02.12.2020, 17:00 Uhr
Unbekannte haben in Altmannstein Glascontainer umgestoßen und Graffitis gesprayt. −Foto: Ammer, Isabel,Ammer, Isabel, Riedenburg

Altmannstein (DK) Zwischen Samstag und Montag haben unbekannte Täter in Altmannstein randaliert. Die Polizei Beilngries hat die Ermittlungen aufgenommen, sucht jedoch weiter nach Zeugen, die konkrete Beobachtungen gemacht haben. Den Schaden schätzt die Gemeinde auf rund 3500 Euro.

Bei der Polizei Beilngries ist die Anzeige der Gemeinde eingegangen, wie der stellvertretende Leiter Franz Dräxler bestätigt. Auch erste Hinweise hätte die Polizeiinspektion bekommen, auch auf Jugendliche. Allerdings bittet Dräxler mögliche Zeugen, die konkrete Hinweise haben, sich weiterhin dringend bei der Polizei in Beilngries unter Telefon (08461) 640 30 zu melden. Zwar gebe es bereits Ansatzpunkte, doch für eine wirkliche Aufklärung der Vandalismusfälle in der Marktgemeinde seien konkrete Zeugenaussagen wichtig. Am besten wären Personen, die vielleicht sogar jemanden beim Ausführen der Tat beobachtet haben.

Die Beilngrieser Polizei ist auch mit dem Rathaus in Kontakt und wird dem Vandalismus in jedem Fall nachgehen. Es sei schon viel beschädigt worden - trotz jener Feiernacht zum Jahreswechsel sei das nicht der Normalfall, so Dräxler aus seiner Erfahrung. Gerade, dass Sprühdosen eingesetzt wurden, sei nicht silvesterspezifisch oder sogar ungewöhnlich für Silvester, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion weiter. Den Schaden schätzt die Gemeinde selbst auf rund 3500 Euro, wie sie der Polizei mitgeteilt hat.

Der Bauhof hat inzwischen viele der Schäden wieder beseitigt. Den ganzen Dienstag und am Mittwochvormittag waren drei Männer beschäftigt, um die Spuren des Vandalismus so gut es geht aus dem Ortsbild zu tilgen. Am schwierigsten zu entfernen sei das Graffiti, erzählt Johann Wild. "Das ist wirklich aufwendig." Je nach Untergrund sei es weggegangen - oder auch nicht. Zufällig habe der Bauhof noch ein paar Dosen mit Reiniger auf Lager gehabt, doch dieser sei inzwischen ausgegangen. Bis Nachschub da ist, wird also noch das eine oder andere Graffiti in der Marktgemeinde zu sehen sein. Besonders wichtig sei es ihnen gewesen, die Hakenkreuze wegzumachen, erzählt Johann Wild. Außerdem mussten sie sich erst mal eine Konstruktion für den Hochdruckreiniger überlegen, schließlich haben sie in ihren Autos kein Wasser dabei.

Ansonsten haben die Mitarbeiter des Bauhofs Unmengen an Müll aufgesammelt, die Straßenpfosten wieder in Ordnung gebracht und noch vieles mehr. Auch das meterlange Fallrohr, das vom Hoferstadel gestohlen worden war, ist wieder aufgetaucht. In Sollern. Diese Rinne will der Bauhof wieder anbringen.

Was noch von der Nacht zeugt, sind neben einigen Schmierereien die umgestürzten Container auf dem großen Parkplatz in der Bahnhofstraße. Jochen Heinze, Betriebsleiter bei Veolia Umweltservice Süd, der die Container gehören, spricht noch von weiteren Vorfällen in Mindelstetten und Tettenagger. Auch hier wurden Glascontainer in der Silvesternacht umgestoßen, sodass fünf bis sechs davon betroffen sind. "Einer alleine schafft das nicht", betont Heinze. Seine Firma wird ebenfalls Anzeige erstatten. "Es waren ja nicht nur die Container, sondern es zieht sich eine Spur der Verwüstung durch Altmannstein. Da besteht zumindest die Chance, dass die Täter gefasst werden." Die Schäden an den nagelneuen Containern, die erst vor drei Wochen aufgestellt worden waren, will sich die Firma heute vor Ort ansehen und dann mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Die Altmannsteiner Feuerwehr ist ebenfalls vom Vandalismus betroffen. Eine ihrer großen Holztafeln, die auf die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen hinweisen, wurde beschmiert. "Gott sei Dank auf der Rückseite", sagt Festleiter Florian Holzapfel. Ärgerlich ist es natürlich trotzdem - und hätte die Gemeinde nicht schon Anzeige erstattet, hätte es wohl die Altmannsteiner Wehr getan. Die "blöden Sprüche gegen die Polizei" haben Mitglieder der Feuerwehr bereits versucht, mit Beize zu entfernen. Sollte man dann noch etwas erkennen können, muss die Tafel neu gestrichen werden. "Die Tafel liegt genau auf dem Weg nach Sollern", sagt Florian Holzapfel. An diesem Weg entlang zieht sich nämlich die Spur der Verwüstung.