Litzendorf

Auf dem Zahnfleisch

Wolnzacher Basketballer weiterhin mit Personalsorgen Sonntag schwierige Partie in Litzendorf

19.01.2018 | Stand 02.12.2020, 16:56 Uhr

Teamwork: Mit vollem Einsatz wollen die Wolnzacher Basketballer um Tobias Fuchs, der hier Tobias Ziehe wieder auf die Beine hilft, auch in Litzendorf wieder punkten. - Foto: Urban

Litzendorf (mlu) Zur etwas kuriosen, weil späten, Spielzeit von 19 Uhr müssen die Wolnzacher Regionalliga-Korbjäger am Sonntag bei der BG Litzendorf antreten. Die Oberfranken stehen mit 8:4 Siegen auf dem fünften Platz, die Hallertauer mit 5:7 auf dem achten Rang der 2. Basketball-Regionalliga.

Sollte das Hinspiel einen Hinweis darauf geben, was die beiden Teams am Sonntag erwartet, dann sagen die Tabellenplätze allerdings herzlich wenig über einen möglichen Spielverlauf aus. 40 Minuten waren Anfang Oktober nämlich nicht genug, um einen Sieger zu entscheiden, erst in der Verlängerung konnten sich die fränkischen Gäste in Wolnzach mit 71:69 durchsetzen. "Nachdem wir im Hinspiel einen Elf-Punkte-Rückstand nach dem dritten Viertel aufgeholt haben und dann sehr knapp in der Overtime verloren haben, kann es auf jeden Fall wieder ein spannendes Spiel mit Siegchancen auf beiden Seiten werden", denkt Wolnzachs Assistenztrainer Dominic Terlutter. Die Wolnzacher müssen am Sonntag neben den längerfristigen Ausfällen von Lukas Kappelmeier und Johannes Wießnet auf Leonhard Biersack (Prüfungen) verzichten, so dass ein Grundgerüst von sieben Spielern steht: Ole Alsen, Valerian Zenk und Peter Maischak rotieren auf den großen Positionen, auf dem Flügel stehen Alexander Jurczek und Alexander Hoffmeister parat und auf der Aufbauposition sind David Eichmüller und Tobias Fuchs mit von der Partie. Fraglich sind noch Forward Tobias Ziehe (Schichtdienst), Aufbauspieler Filip Schinhammer (Auslandsaufenthalt) und Center Torben Degner (Schulterprobleme) - mit etwas Glück können alle drei auflaufen. Coach Mike Urban rechnet aber nur mit zweien der drei Spieler. "Das Management betrifft nicht nur die auflaufenden Spieler, sondern auch unterschiedliche Trainingsstände", beschreibt Urban. Einige Spieler konnten aufgrund von beruflichen und gesundheitlichen Faktoren nicht viel oder gar nicht trainieren. Geduld, viel Kampfgeist und ein nicht allzu komplexer Game-Plan sind also gefragt.

Litzendorf hat am vergangenen Wochenende in der Rückrundenauftaktpartie gegen die Niners Chemnitz eine umkämpfte 73:81-Niederlage einstecken müssen. Chemnitz hatte das Topscorer-Trio der Oberfranken gut im Griff: Maximilian Kolbert (13,2 Punkte pro Spiel), Manuel Rockmann (13,2) und Alexander Sperke (12,0) erzielten gemeinsam gerade einmal 22 Punkte und wurden gut von der Freiwurflinie ferngehalten (11 Versuche statt 15,5 im Schnitt). Kolbert (2,2 Dreier pro Spiel) und Sebastian Slabu (1,6) wurden jedoch ihrem Ruf als Distanzschützen gerecht und versenkten je zwei Dreipunktewürfe.

Dagegenhalten wollen die Hallertauer Ballsportler mit ihrer Vielseitigkeit und ihrem Biss. "Unsere Spieler können mehrere Positionen spielen", beschreibt Terlutter die Fähigkeit, Ausfälle gut kompensieren zu können. Obendrein stimme die Einstellung und jeder wolle "sich für den anderen aufarbeiten". So entstehen laut Terlutter ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl und die nötige Giftigkeit in der Verteidigung, die auch über die eine oder andere Schwächephase hinweghelfe. "Die Motivation stimmt".

Nach der Partie in Litzendorf folgt noch ein Auswärtsspiel bei den starken Würzburgern, die auf Platz zwei liegen. Anschließend geht es mit einer Heimserie von drei Spielen weiter. Gelingt es den Wolnzachern, auswärts noch eines der beiden nächsten Spiele zu gewinnen, wäre das ein überaus gelungener Start ins neue Jahr.