Ringsee

An der Großbaustelle geht es los

BZA Südost: Regenrückhaltebecken, Straßennamen und Kleingärten

28.02.2021 | Stand 03.03.2021, 3:33 Uhr

Ringsee - Ein kleiner Tagesordnungspunkt für den Bezirksausschuss (BZA) Südost, ein großes Bauvorhaben für Ingolstadt: Bei der jüngsten Sitzung in der abgelaufenen Woche informierte BZA-Vorsitzender Johann Brenner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die Arbeiten an einem der größten Bauvorhaben des Südostens begonnen haben: am Regenrückhaltebecken am Franziskanerwasser.

Dort, nördlich der Lebenshilfe und des IN-Campus entsteht in voraussichtlich mindestens zweijähriger Bauzeit ein Rückhalte- oder Regenüberlaufbecken mit einem Fassungsvermögen von rund 4000 Kubikmetern Wasser. Diese Becken werden vor allem bei starken Regenfällen benötigt, wenn die Kanalisation und die darin eingebauten Überlaufbecken mit der Wassermenge nicht mehr fertig werden. Fünf davon gibt es in Ingolstadt bereits, zwei werden gerade gebaut: Das am Franziskanerwasser und eins in Etting. Die dafür angesetzten Kosten (das Becken am Franziskanerwasser schlägt mit 8,5 Millionen Euro zu Buche) hatten vor zwei Jahren im Stadtrat für Kritik gesorgt, auch durch den inzwischen verstorbenen Konrad Ettl (CSU). Der Bau wurde dennoch beschlossen.

Bei der BZA-Sitzung war aber Konrad Ettl (1952-2020) gleich anschließend noch einmal ein Thema: Nach dem beliebten Kommunalpolitiker sollte eine Straße benannt werden. Das aber geben die Regularien nicht her: Für eine Straßenbenennung muss eine Person mindestens fünf Jahre tot sein. Nun soll die Frist abgewartet werden, eine Straßenbenennung dann aber schnell erfolgen.

Vielleicht eher soll es für die frühere SPD-Stadträtin und Bürgerhilfe-Gründerin Genovefa Miedel (1921-2009) soweit sein: Auch nach ihr will der BZA eine Straße benennen; Roland Scheurer (SPD) schlug dafür konkret den noch einzurichtenden Dorf- oder Begegnungsplatz anstelle der jetzigen Ringseer Feuerwehr vor.

Für mehr Lebensqualität sorgen soll nach den Wünschen des BZA auch ein Ersatz für die Kleingartenanlage an der Sambergerstraße, die bekanntlich weichen muss. Vielleicht an der Südostspange, wo sie schon Mitte der 1990er Jahre angedacht war, wie Tobias Off (JU) mit einer alten DONAUKURIER-Ausgabe unter Beweis stellte. Nun soll die Stadtverwaltung erklären, ob eine Kleingartenanlage grundsätzlich im gerade so in der Diskussion stehenden Grünring möglich ist.

swy