Freystadt
Als krasser Außenseiter nach Nordrhein-Westfalen

Badminton-Bundesligist TSV Freystadt rechnet sich in Bonn und Lüdinghausen keine Siegeschancen aus

06.10.2017 | Stand 02.12.2020, 17:23 Uhr |

Wieder mit an Bord: Der Freystädter Lukas Schmidt, Deutscher Meister von 2014, steht seinem Team für die schweren Auswärtsspiele in Bonn und Lüdinghausen wieder zur Verfügung. - Foto: Mehlich

Freystadt (HK) Nach der enttäuschenden Heimniederlage am Sonntag geht es für den TSV Freystadt in der 1. Bundesliga direkt mit zwei schweren Auswärtsspielen weiter. Die Oberpfälzer sind zu Gast beim BC Beuel-Bonn und dem SC Union Lüdinghausen.

Beide gegnerischen Teams haben in der vergangenen Saison ihre Ziele nicht erreicht und sich erheblich verstärkt. Bonn und Lüdinghausen zählen zum erweiterten Favoritenkreis, wenn es um die deutsche Meisterschaft geht. Die Erwartungen der Freystädter auf einen Punktgewinn sind gering, zumal weiterhin einige Stammspieler fehlen werden. Erfreulich ist, dass Lukas Schmidt, Deutscher Meister von 2014, wieder dabei ist. Fehlen wird krankheitsbedingt Pawel Pietryja und auch Oliver Roth ist nicht mit dabei. Er wurde für das Wochenende freigestellt, um ihm die Teilnahme am parallel stattfindenden Lehrgang zur A-Trainer-Ausbildung zu ermöglichen. Verzichten werden die Freystädter auch aus finanziellen Gründen auf den Einsatz ihrer asiatischen Topspieler Tago und Hadmadi.

Im Samstagsspiel wartet der BC Beuel Bonn auf die Freystädter. Die Rheinländer sind mit einem 5:2 Sieg gegen Aufsteiger Wipperfeld gut in die Saison gestartet. Star der Mannschaft ist der mehrfache Olympia-Teilnehmer und Ex-Europameister Marc Zwiebler. Ein Blick auf den Kader mit Marc Zwiebler, den beiden Neuzugängen aus England Lauren Smith und Peter Briggs (beide Top 50 in der Weltrangliste), mit dem holländischen Nationalspieler Erik Meijs, dem Inder Akshay Dewalker, der deutschen Meisterin Luise Heim und dem deutschen Nationalspieler Max Weißkirchen verdeutlicht, welches Kaliber den TSV erwartet. "Vielleicht gelingt Nanna Vainio eine Überraschung im Dameneinzel. In der vergangenen Saison konnte sie Luise schlagen. Eine kleine Chance sehen wir auch im Mixed mit Johannes Pistorius und Jenny Moore", sagt Freystadts Sportwart Tim Bambach

Auch gegen Lüdinghausen am Sonntag hängen die Trauben für die Freystädter hoch. Das Team aus NRW hatte mit einem Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister Refrath einen glänzenden Saisonauftakt und zählt zu den Topteams der 1. Bundesliga. Lüdinghausen, deutscher Vizemeister der Saison 15/16, enttäuschte in der vergangenen Saison und hat sich viel vorgenommen, das unterstreichen auch die zahlreichen Neuzugänge. Gerne erinnert man sich in Freystadt an das knappe 3:4 und den Punktgewinn gegen Lüdinghausen in der vergangenen Saison. Die Vorzeichen am Sonntag lassen aber für Freystadt wenig Spielraum, auf einen Punktgewinn zu hoffen. Das Team aus NRW hat sich mit zwei Damen und zwei Herren verstärkt. Stark aufgestellt ist Lüdinghausen im ersten Herrendoppel mit dem deutschen Nationalspieler Josche Zurwonne und dem Schotten Robert Blair, ehemaliger Vizeweltmeister im Doppel. Im Einzel warten mit dem deutschen Meister Kai Schäfer und dem holländischen Nationalspieler Nick Fransman dicke Brocken auf den TSV Freystadt. Auch im Damenbereich ist Lüdinghausen erstklassig besetzt mit Olympiateilnehmerin Karin Schnaase und den deutschen Nationalspielerinnen Yvonne Li, Linda Effler und Eva Janssens.

"Gegen diese Topteams, die bei der Aufstellung komplett auf Vollprofis zurückgreifen können, sind wir ohne wirkliche Siegchance. Wir freuen uns trotzdem auf gute Bundesligaspiele und den ein oder anderen Überraschungssieg - die Punkte zum Klassenerhalt müssen wir gegen andere Teams holen", sagt TSV Bundesligamanager Stephan Pistorius zu den Spielen am Wochenende. Die Freystädter Fans können die beiden Partien jeweils auf der Internetseite des BC Beuel Bonn und des SC Union Lüdinghausen im Liveticker verfolgen.