Beilngries

5000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz

Feuerwehr Beilngries blickt auf vielfältige Aktivitäten zurück - Kreisbrandrat zeigt sich begeistert

14.01.2018 | Stand 02.12.2020, 16:57 Uhr

Auszeichnungen: Kreisbrandrat Martin Lackner (von links) verlieh an Christoph Schermer, Martin Tomenendal und Wolfgang Petschl Ehrennadeln des bayerischen Feuerwehrverbands. - Foto: Nusko

Beilngries (nur) Auf zahlreiche Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten haben die Mitglieder der Feuerwehr Beilngries zurückgeblickt. Bei deren Jahresversammlung berichtete Kommandant Wolfgang Petschl, seine Kameraden und er hätten genau "5001 Stunden ehrenamtliche Arbeit" geleistet.

Seinen Angaben zufolge wurde die Feuerwehr Beilngries im Jahr 2017 zu insgesamt 118 Einsätzen, acht weniger als im Jahr zuvor, gerufen. Dabei rückten die Aktiven zu 21 Verkehrsunfällen aus. Ebenso hoch war die Zahl der Fehlalarmierungen. Diese wurden 20-mal durch Brandmeldeanlagen ausgelöst, einmal wurde gemeldet, zwei Schwäne seien in der Sulz festgefroren, berichtete Petschl. Rein rechnerisch schlugen diese 21 Aktionen mit insgesamt 556 Teilnehmern und 290 Einsatzstunden zu Buche.

Wie ebenfalls zu erfahren war, rückte die Wehr im Jahr 2017 zu 16 tatsächlichen Brandeinsätzen aus. Zudem mussten neun Personen aus einer Notlage gerettet werden; unter ihnen war auch ein abgestürzter Gleitschirmflieger. Insgesamt, so Petschl, habe man im vergangenen Jahr knapp 2360 Einsatzstunden mit rechnerisch 2122 Teilnehmern verzeichnet.

Dazu kamen seinem Bericht zufolge noch rund 2640 Übungsstunden, bei denen die Statistik eine Gesamtzahl von 1112 Teilnehmern ausweist. Unter dem Strich standen damit fast 160 Stunden mehr als im Jahr 2016 zu Buche. Die meisten Einsätze im vergangenen Jahr verzeichneten der Kommandant (84), gefolgt von Johann Tomenendal (67) und Thomas Netter (65). Bei den Übungen war Maximilian Bengl (44) am eifrigsten. Ihm am Nächsten kamen Daniel Opheys und Johannes Mödl (beide 41). Laut Petschl gehören der Löschtruppe aktuell 91 Aktive, unter ihnen elf Feuerwehranwärter, an. Deren Durchschnittsalter beträgt rund 33 Jahre.

Namens der Gerätewarte berichtete Thomas Lizius, man habe im vergangenen Jahr insgesamt 810 Arbeitsstunden absolviert. 590 davon galten der Pflege der allgemeinen feuerwehrtechnischen Ausrüstung; weitere 220 Stunden habe die Wartung der Atemschutzgeräte in Anspruch genommen. Lizius sagte auch, man habe während der vergangenen zwölf Monate knapp 800 Schläuche gewaschen. Seinen Angaben zufolge legten alle Fahrzeuge im Jahr 2017 insgesamt fast 18 000 Kilometer zurück.

Wie Jugendwart Rainer Meier berichtete, zählt der Nachwuchs derzeit elf Mitglieder, acht Jungen und drei Mädchen. Zwar seien im vergangenen Jahr drei Mitglieder ausgeschieden, aber auch acht neue dazugekommen. Zudem habe man sechs ehemalige Nachwuchskräfte an die Aktiven abgeben können.

Laut Meier war die Jugendfeuerwehr aus der Altmühlstadt auch im vergangenen Jahr bei diversen Wettbewerben und Prüfungen wieder sehr erfolgreich. Damit dies gelingen konnte, sei ein nicht unbeträchtlicher zeitlicher Aufwand des Jugendwarts, der Gruppenführer sowie von Betreuern erforderlich gewesen. Insgesamt hätten dafür 564 Stunden zu Buche geschlagen. Meier sagte auch, bei der jüngsten Jugendversammlung sei Nachwuchssprecher Jonas Schröder ebenso in seinem Amt bestätigt worden wie dessen Stellvertreterin Janine Geier und Kassenwart Dominik Fehlner.

Zur Versammlung war auch Kreisbrandrat Martin Lackner aus Stammham gekommen. Er sagte, im Zusammenhang mit der Feuerwehr würden ihm Attribute wie "perfekt" und "großartig" einfallen. "Ich bin begeistert von dem, was ich in den Berichten gehört habe. Ihr könnt stolz auf diese Truppe sein", versicherte Lackner deren Führungskräften. Der oberste Feuerwehrmann im Landkreis Eichstätt bescheinigte seinen Kameraden aus der Altmühlstadt, sie würden einen großartigen Dienst an der Gemeinschaft leisten. Er gab aber auch zu bedenken, dass künftig wohl kaum noch eine Feuerwehr so strukturiert sei, wie es momentan noch der Fall ist. Die Gewinnung junger Menschen für diese verantwortungsvolle Aufgabe werde nämlich immer schwieriger. Angesichts der bei der Versammlung vorgetragenen Zahlen sagte Lackner ferner, es sei wohl auch in Beilngries an der Zeit, über einen hauptamtlichen Gerätewart nachzudenken.

Lackner erinnerte außerdem an die Dienstversammlung der Kreisbrandräte und -inspektoren aus dem Regierungsbezirk Oberbayern im Herbst in Beilngries. Er sprach von einer rundum gelungenen Veranstaltung. Die dafür erforderlichen organisatorischen Arbeiten der Feuerwehr seien von allen Seiten gelobt worden, es habe ein "supertolles Feedback" gegeben, berichtete der Kreisbrandrat.

Er würdigte dies mit einer finanziellen Zuwendung für die Vereinskasse sowie mit drei Auszeichnungen, die er stellvertretend für alle Helfer an drei Funktionäre der Feuerwehr verlieh. Kreisbrandmeister Christoph Schermer, eines ihrer aktivsten Mitglieder, erhielt die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands. Vorsitzender Martin Tomenendal und Kommandant Wolfgang Petschl nahmen jeweils die bronzene Ehrennadel entgegen.