Eichstätt
10000 Euro für Kinderschutzbund

Rotary Club verleiht Sozialpreis - Schecks auch für "Sonnenschein" und "Hand in Hand"

08.02.2022 | Stand 22.09.2023, 23:38 Uhr
Christian Weiß
Lauter fröhliche Gesichter bei der Verleihung des Sozialpreises 2021/22 durch den Rotary Club Eichstätt im Spiegelsaal des Landratsamts (von links): Landrat Alexander Anetsberger, OB Josef Grienberger, Berit Haußmann und Anita Vogl (Kinderschutzbund Eichstätt), Projektleiter Walter Leidmann, Manuela Schmiedl (Kinderkrippe "Sonnenschein" Pförring), Daniel Zintl ("Hand in Hand") und Gerd-Otto Eckstein, Rotary-Präsident Eichstätt-Altmühltal. −Foto: Weiß

Eichstätt - "Die Corona-Pandemie hat nicht nur Schattenseiten." So begrüßte Gerd-Otto Eckstein, Präsident des Eichstätter Rotary Clubs, die Gäste im Spiegelsaal des Landratsamts: "Es haben sich noch nie so viele Vereine, Verbände und Institutionen um den Sozialpreis beworben wie dieses Mal." Unter den Gästen befanden sich Landrat Alexander Anetsberger und Oberbürgermeister Josef Grienberger.

Coronabedingt durften nur 15 Personen an der Verleihung teilnehmen, so dass eine Vielzahl von Gästen wie die Sponsoren und Vereinsmitglieder zu Hause bleiben mussten. Für die Clubmitglieder wurde die Zeremonie jedoch übers Internet in die Wohnungen übertragen.

Eckstein berichtete, dass dieses Mal 2500 statt 2000 Kalender gedruckt wurden, die innerhalb von zwei Wochen ausverkauft waren. Landrat Anetsberger ging auf den ersten Sozialpreis des Rotary Clubs Eichstätt ein, der 2016 an die Nachbarschaftshilfe Beilngries ging: "Die Verleihung des Sozialpreises seit 2016 hat sich als herausragende Projektidee bewährt, die dank immenser Hintergrundarbeit von Ehrenamtlichen und tatkräftigen Sponsoren gestemmt wird." Oberbürgermeister Josef Grienberger betonte in seinem Grußwort, dass sich hier alle Versammelten als Gewinner fühlen können, weil gerade im Zeichen der Corona-Pandemie das soziale Miteinander hochgehalten werden müsse. "Ich bin überzeugt, dass im Alltag auch kleine, niederschwellige Hilfen viel Gutes bewirken können." Präsident Gerd-Otto Eckstein überreichte mittels symbolischer Schecks den ersten Preis in Höhe von 10000 Euro an den Kinderschutzbund Eichstätt, den die Vorsitzende Berit Haußmann und Anita Vogl, Leiterin der offenen Ganztagsschule St. Walburg, entgegennahmen. Beide stellten danach umfassend ihre Einrichtung und deren Angebot dar. Der Kinderschutzbund besteht seit 40 Jahren in Eichstätt und hat über 100 Mitglieder; er wird getragen von 15 hauptamtlichen und zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Der Sozialpreis wurde für das Projekt "Freizeitprogramm für Schüler - Entlastung junger Familien und Stärkung sozialer Teilhabe an außerschulischen Aktivitäten mit dem Schwerpunkt zur Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher" verliehen; es enthält beispielhaft Samstagsprogramme mit Ausflügen in Parks und Museen, Fossiliensteinbruch, Dinopark und vieles mehr sowie die Verpflegung an diesen Tagen und Materialkosten. Außerdem werden drei Zirkustage angeboten.

Die beiden zweiten Preise zu je 4000 Euro teilten sich die Kinderkrippe "Sonnenschein" in Pförring, die für den Garten ein Trampolin anschafft - den Scheck nahm deren Leiterin Manuela Schmiedl entgegen -, und die Eichstätter Aktion "Hand in Hand", die in der Vergangenheit schon oft bei tragischen Schicksalsschlägen geholfen hat und seit ihrer Gründung im Jahr 2012 mittlerweile über 100000 Euro an Spenden verteilen konnte. "Wir arbeiten zu 100 Prozent ehrenamtlich. Alles, was an Spenden eingeht, kommt zu 100 Prozent bei den Begünstigten an", so Daniel Zintl vom Vorstand.

Der Rotary Club hat bei den bisherigen fünf Preisverleihungen insgesamt 50000 Euro für erste Preise und 22000 Euro für zweite und dritte Preise ausgeschüttet. Präsident Gerd-Otto Eckstein dankte am Ende deshalb Walter Leidmann, der seinerzeit die Initialzündung gab und bis heute Projektleiter des Sozialpreises ist.

EK

Christian Weiß