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09.04.2014 11:52 Uhr | x gelesen
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Garantiert gesund Wohnen im Plusenergiehaus


Ab 2021 sollen Plusenergiehäuser zum Standard in Europa gehören. Das eigene Haus produziert dabei so viel Energie, wie Sie als Bewohner verbrauchen. Das Plusenergiehaus zählt zum Niedrigstenergiestandard, der EU-weit beschlossen wurde.


Ressortkopf1
 
Damit erneuerbare Energien zum Standard in unserem zu Hause werden, hat das Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung (BMVBS) 2011 ein Forschungs-Förderprogramm für Modellhäuser eingeführt. Unter dem Namen „Effizienzhaus-Plus“-Standard wird getestet, ob Gebäude übers Jahr gesehen sowohl eine positive Primärenergie- als auch Endenergiebilanz aufweisen. Zahlreiche Bauherren haben sich diesem Projekt angeschlossen und haben ihre Plusenergiehäuser dem Test unterzogen. Doch was genau versteht man unter dieser neuen und gesunden Art des Wohnens?

Was genau ist ein Plusenergiehaus?

Plusenergiehäuser erzielen die weltweit besten Energiewerte im Gebäudemanagement. Die Häuser werden mit regenerativer Energie versorgt und sind CO2-neutral ausgelegt. Hinter Plusenergiehäusern verbirgt sich ein ganzheitliches ökologisches und architektonisches Konzept, das überall übertragbar ist. Ob Bürogebäude, Wohnsiedlungen oder Hotelkomplexe: Die nachhaltigen Gebäude sind sowohl ökonomisch als auch ökologisch eine Investition in die Zukunft.
Designaspekte spielen bei den Häusern eine große Rolle. Die gestalterischen Aspekte folgen nämlich der Energie. Was heißt das? Die Technik wird in die Architektur integriert, so wie bei den Bauten von Gussek Haus. Mehr erfahren Sie unter: http://www.gussek-haus.de/aktuell/newsletter/nachricht/article/ein-haus-fuer-die-zukunft.de. Es werden beispielsweise natürliche Baustoffe mit gutem ökologischen Hintergrund eingesetzt. Wohngifte oder schlechte Luft sind tabu im Plusenergiehaus. Dafür finden die Bewohner viel natürliches Licht und warme Oberflächen, die für eine hohe Lebensqualität stehen.

Verbraucher werden ihre eigenen Erzeuger

In Darmstadt wurde 2012 ein Wohnhaus aus den 70er Jahren zum Plusenergiehaus umgebaut. Die TU Darmstadt beteiligte sich an dem Projekt, sodass eine Verbesserung der Wärmedämmung sowie die Umstellung auf ein regeneratives Energiekonzept erreicht wurden. Die Verbraucher sind somit zu Erzeugern geworden. Vor allem der Einsatz der Wärmepumpentechnologie in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach zahlt auf die Energieversorgung ein. Die Bewohner müssen allerdings auch mitziehen. Der Verbrauch von Elektrogeräten, Licht und Heizung muss genau kontrolliert werden. Ein effizienter Umgang mit der Energie ist also das A und O.

Die Vorteile eines Plusenergiehauses im Überblick:

• Das Gebäude ist unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Gas oder Erdöl
• Haushaltsstrom wird selbst erzeugt
• Selbst erzeugte Strom kann auch dem öffentlichen Netz zur Verfügung gestellt werden
• Überschüssige Wärme wird ins Erdreich gepumpt
• Entwicklung wird stetig fortgeführt

Das Wohnen im eigenen Krafthaus wird entscheiden für die Energiewende sein und wird daher von der Bundesregierung explizit gefördert. Plusenergiehäuser sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität. Seit mehr als 30 Jahren wird in Deutschland am Gebäude der Zukunft geforscht.

 


 
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