Jahresrückblick 2014 - Bewegende Bilder
Der Transvestit Conchita Wurst gewann im Jahr 2014 den Eurovision Song Contest.
dpa
Von den Österreichern ins Rennen geschickt, erobert sie die Zuschauer des Eurovision Song Contest im Sturm. In langer Robe, mit wehenden Locken und dichtem Bart singt sie mit „Rise like a Phoenix“ einen Song à la James Bond und begeistert so ganz Europa. 13 Länder beschenken die Dragqueen mit der höchsten Punktzahl – und auf diese Weise zeigt die 26-Jährige, wie wenig sie sich von den Hetzattacken aus Russland einschüchtern lässt.

Nach diesem Triumph geht der Hype um die Dragqueen erst richtig los. Überall werden Conchita-Wurst-Bärte verkauft und getragen und sogar eine Wurst mit Conchitas Konterfei kommt auf den Markt. In Übersee wird man auf die Österreicherin aufmerksam, bei einer Gala-Veranstaltung trifft sie Bill Clinton. Und auch die Designer entdecken das Wurst-Potenzial: Jean-Paul Gaultier lässt sie bei den Schauen in Paris laufen, wo die Dragqueen allen Models die Schau stiehlt. Selbst Karl Lagerfeld zückt seine Kamera um La Wurst zu porträtieren.

Das Besondere an Conchita Wurst? Trotz all dem Rummel um ihre Person, gelingt es ihr, sich im richtigen Moment zurückzuziehen, damit die Leute ihrer nicht überdrüssig werden. Nur noch vereinzelt taucht die Dragqueen in der Öffentlichkeit auf. Sie macht sich rar – und ist gerade deshalb noch immer ein beliebter Promi.