Montag, 21.05.2012 |

 

29.10.2009 23:09 Uhr | 457x gelesen
        Drucken Text vergrößern

Gutachten:
Google Streetview bricht deutsches Recht


Bild: Gutachten:<br>Google Streetview bricht deutsches Recht.  Ingolstadt (DK) Google fotografiert für seine Anwendung Streetview derzeit Straßenzüge in Ingolstadt und der Region. Auf den Fotos sind auch Menschen zu erkennen, deren Bilder so - ohne dass die Betroffenen es wissen - im Internet landen. Der DONAUKURIER hat in dieser Sache rechtliche Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Google Streetview bricht massiv deutsches Recht.

Ingolstadt (DK) Google fotografiert für seine Anwendung Streetview derzeit Straßenzüge in Ingolstadt und der Region. Auf den Fotos sind auch Menschen zu erkennen, deren Bilder so - ohne dass die Betroffenen es wissen - im Internet landen. Der DONAUKURIER hat in dieser Sache rechtliche Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Google Streetview bricht massiv deutsches Recht.



Bild: Heumann Google nimmt derzeit Ingolstadt ins Visier.
Der Internet-Konzern sieht das bisher anders. "Street View ist völlig legal", betont Stefan Keuchel, PR-Manager von Google in Hamburg, auf Anfrage des DONAUKURIER. In der Tat hat sich der US-Konzern kürzlich mit den deutschen Datenschützern auf einige Zugeständnisse geeinigt. Als weltweiter Standard macht eine Software zudem automatisch Gesichter, Nummernschilder und Hausnummern unkenntlich.
 
Doch das funktioniert nicht immer. Außerdem schaut die Google-Kamera auch über Zäune und Mauern. So kann unter Umständen jeder im Internet sehen, wer wo eingekauft, jemand besucht oder sich im Park gesonnt hat. In Internetforen kursieren mittlerweile reichlich Streetview-Aufnahmen von Menschen in peinlichen Situationen. 
 

Gutachten im Auftrag des DONAUKURIER

 
Der DONAUKURIER hat sich der Thematik angenommen. Der Verlag hat bei renommierten Juristen Gutachten zur rechtlichen Situation von Google Streetview in Auftrag geben. Das Ergebnis von Prof. Dr. Claus Köhler, Kanzlei Jones Day München, und Dr. Hans-Werner Moritz, Kanzlei Ernst + Moritz Freiburg: Google Streetview bricht massiv deutsches Recht. Und die Möglichkeiten, sich gegen Google Streetview zu wehren, sind größer, als gemeinhin bekannt. Vor allem Bürgermeister, in deren Kommunen Google fotografieren will, können etwas tun.

Lesen Sie mehr auf www.donaukurier.de/google

Am Samstag, 31. Oktober, erscheinen zu diesem Thema zwei Sonderseiten und ein Leitartikel im DONAUKURIER. Lesen Sie darin Details zu den Gutachten und ein Interview mit Georg Schäff, dem Verleger des DONAUKURIER. Zudem sind ab Freitagabend zusätzliche Informationen und Videointerviews mit den Gutachtern auf donaukurier.de abrufbar.
 
Google Auto
Bild: Roman Heigl Das Google-Streetview-Auto in Schrobenhausen
Der DONAUKURIER sammelt Ihre Beschwerden gegen Street View und leitet sie an Google sowie den Bürgermeister Ihrer Gemeinde weiter. Schreiben Sie eine E-Mail an: protest@donaukurier.de oder an den DONAUKURIER, Street View, Donaustraße 7, 85049 Ingolstadt.

Die Redaktion bittet die Bevölkerung zudem darum, weitere Sichtungen des Kamerawagens telefonisch unter Telefon (08 41) 8 85 60 70 oder per E-Mail unter Ingolstadt.redaktion@donaukurier.de zu melden. Fotos von dem Google-Auto können Sie natürlich auch weiterhin direkt an die Online-Redaktion schicken (online@donaukurier.de).




Online-Redaktion
 
Mehr zum Thema

Bookmark and Share
Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

 
 


Weitere Themen 
Untersuchung gegen Google gegen Bußgeld eingestellt
Bitte recht freundlich
Bing Streetside gestartet
Auf leisen Sohlen
Internetbranche gründet Verein zur Selbstregulierung
''Das Internet ist kein rechtsfreier Raum''
Nach Google fotografiert jetzt Microsoft
Streetside: Microsoft einigt sich mit Datenschützern
Da hilft nur ein neues Gesetz
Jetzt fotografieren sie wieder