Mittwoch, 30.05.2012 |

 
Mexiko-Stadt: geschätzte 25 Millionen Bewohner, Menschen, Smog, Dreck, Lärm, Kriminalität. Kann man trotzdem hier leben? Ja! Wie, das erfahren Sie im Oktober und November von Barbara Schröter. Die junge Frau aus Baar-Ebenhausen lebt und forscht für sechs Monate in Mexiko Stadt. Jeden Mittwoch schreibt uns die 28-jährige Politikwissenschaftlerin.
 
07.10.2008 17:00 Uhr | 858x gelesen
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Tortillas, Kaktus und Leguan


Mexiko-Stadt (DK) Gefällt dir Mexiko? Schmeckt dir das Essen? Diese beiden Fragen bekomme ich immer direkt hintereinander gestellt, was den hohen Stellenwert des Essens in der mexikanischen Kultur verdeutlicht. Doch was genau ist die mexikanische Küche? Chili con Carne, Burritos und dazu ein mit Tequila versetztes Desperados-Bier? Nein, eigentlich nicht.



Bild: Barbara Schröter Diese Fladen sind zwar schwarz, aber nicht angebrannt. Diese so genannten Huaraches sind aus dunklem Mais. Sie werden auf dem "Comal Blech" geröstet.
Das kommt vielleicht höchstens an der Grenze zu den USA auf den Tisch. Nicht jedoch in Mexiko. Apropos Tisch: Gegessen wird für gewöhnlich auch nicht am Tisch, sondern auf der Straße!

Denn dort lauert die Verführung! Es gibt fast keine Straßenecke, an der es keine „Imbissbuden“ gibt, oder Verkäufer, die die verschiedensten Dinge aus ihren großen Kochtöpfen zaubern. Eine Alternative zur Straße ist der jeweilige Markt in der Nachbarschaft.  Die meisten Köstlichkeiten bestehen aus Mais, dem mexikanischen Grundnahrungsmittel.


Bild: Barbara Schröter Hier gibt es Maiskolben und Esquite.
In seiner Urform belassen, wird er als Maiskolben - „Elote“ -  gegrillt oder gekocht und danach mit Limettensaft, Mayonnaise, Weichkäse und Chilipulver versehen.

Die Variante für Beiß-Faule und Gebissträger heißt „Esquite“: Man muss nicht mehr in den Kolben beißen, sondern bekommt die einzelnen Körner schon abgepellt samt der erwähnten Zutaten im Becher.


Bild: Barbara Schröter In ein Maisblatt eingerollter Maisbrei wird zum Frühstück oder zum Abendessen gegessen. Das heißt Tamal.
Ist der Mais zu einem Brei verarbeitet, und wird er wieder in das Maisblatt eingepackt, handelt es sich um „Tamales“. Diese sind selbst für mexikanische Hausfrauen äußerst schwierig herzustellen, da es auf die richtige Konsistenz der Masse ankommt. Tamales werden zum Frühstück oder Abendessen gegessen. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen:  mit Bohnen („Frijoles“), Chilischoten („Rajas“), diversen Salsas oder süß.



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