Mexiko-Stadt: geschätzte 25 Millionen Bewohner, Menschen, Smog, Dreck, Lärm, Kriminalität. Kann man trotzdem hier leben? Ja! Wie, das erfahren Sie im Oktober und November von Barbara Schröter. Die junge Frau aus Baar-Ebenhausen lebt und forscht für sechs Monate in Mexiko Stadt. Jeden Mittwoch schreibt uns die 28-jährige Politikwissenschaftlerin.
Kurioses aus dem Alltag
“Como México no hay dos” – „Wie Mexiko gibt es kein zweites Land“ heißt ein mexikanisches Sprichwort! Und es stimmt. Es gibt schon seltsame Dinge, die einem als Mitteleuropäer so über den Weg laufen.
Das Vocho Taxi
Vocho heißt in Mexiko der VW-Käfer! Obwohl er auch in Puebla in seiner alten Form nicht mehr produziert wird, sieht man ihn noch in Massen. Das Highlight ist eines der grünen Vocho-Taxis! Auch wenn es immer heißt, dass diese Art Taxi zur unsicheren Sorte zählt, muss man einfach mal eines genommen haben. Der Vordersitz ist ausgebaut, um den Gästen das Einsteigen zu erleichtern. Ist man eingestiegen, macht der Taxifahrer die Tür mit einer Schnur oder Eisenkette zu.Schuhputzer
Ein ebenfalls ungewöhnlicher Anblick sind die Schuhputzer auf der Straße. Die einfache Variante der Stände besteht aus einen Holzklotz, auf den man den Schuh stellt, während der Schuhputzer auf einem kleinen Schemel sitzt. Weit verbreitet sind aber auch kabinenartige Sitze, die ihren festen Platz auf dem Gehsteig haben. Darin sitzen dann morgens die Herren auf dem Weg ins Büro, lesen Zeitung und lassen sich die Schuhe putzen. Für eine Dame schickt es sich nicht, einen solchen Sitz zu besteigen, so dass meistens nur Touristinnen dort Platz nehmen.Saft aus der Tüte
An vielen Ständen kann man frisch gepresste Säfte aus allen möglichen Früchten kaufen. Für einen Liter gibt’s meistens einen Becher, aber wenn man eine kleinere Portion möchte, bekommt man den Saft in einer Plastiktüte mit Strohhalm. Der darf generell bei keinem Getränk fehlen, nicht mal beim Kaffee (Bier geht noch ohne).Kinder an die Leine
Der Sonntagsausflug einer mexikanischen Durchschnittsfamilie führt in den Chapultepec Park. Dort gibt es Museen, einen Zoo, einen See zum Boot fahren, jede Menge Spielzeug- und Essensstände, Musik, Platz zum Picknicken und Fußballspielen. Und jede Menge Leute. Damit man dann sein Kind nicht in der Menge verliert, kauft man sich schnell eine Kinderleine und leint es an! So einfach!- Die Maya – früher und heute
- Land der Gauner, Verbrecher und Drogendealer
- El día de los muertos - Tag der Toten
- Ein Land mit vielen Gesichtern
- Auf der Puppeninsel
- Anfängerfehler!
- Tortillas, Kaktus und Leguan
- Mein mexikanisches Leben
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Machen auch Sie einen längeren Auslandsaufenthalt? Schreiben Sie gerne und gut? Dann melden Sie sich bei uns (online@donaukurier.de). Wir suchen immer gute Korrespondenten für unsere Reisekolumne. Wir freuen uns.
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