Mittwoch, 30.05.2012 |

 

22.02.2012, 14:32 Uhr | 425x gelesen
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Fastenzeit: Der Selbstversuch beginnt


Nach den närrischen Faschingstagen beginnt mit dem Aschermittwoch die christliche Fastenzeit. Eine Zeit des Verzichts bis Ostern. Konkret sind das die sieben Wochen vom 22. Februar bis 8. April 2012. donaukurier.de-Mitarbeiterin Sabine Olfen macht den Selbstversuch und übt sich in Verzicht.

Krapfen Kaba
Bild: Sabine Olfen Eindruck meines vorerst letzten Süßigkeitenverzehrs.
Gefastet habe ich noch nie. Warum auch? Zwingend abnehmen muss ich nicht. Das ist die einhellige Meinung meines Umfelds. Naja, ich gebe es zu: Hin und wieder sehe ich das zwar doch etwas anders. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Und im Fasching schlage ich auch nicht so über die Stränge, dass ich mich danach geißeln müsste. Wenn ich mich am Riemen reißen will, dann mache ich das, da brauche ich keinen festgelegten und von außen diktierten Zeitraum im Kalender – dachte ich immer. 
 
Trotzdem möchte ich es dieses Jahr versuchen. Zwar stellt die Evangelische Kirche die Fastenzeit dieses Jahr unter das Motto „Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz“, aber ich möchte mein Durchhaltevermögen testen. Ich will einfach sehen, ob ich mich sieben Wochen eisern an selbstauferlegte Regeln halten kann. Vielleicht hilft mir eine Weisheit der Shaolin-Mönche, nämlich, dass der Wille stärker als der Körper ist.
 

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Es geht dabei nicht um klassisches Heilfasten, bei dem tagelang keine feste Nahrung zu sich genommen wird. Verzichten werde ich auf meinen täglichen Kakao, der zur Nervennahrung mutiert ist, meine zum Lebenselixier erklärten Schokokekse und -hörnchen – wahlweise auch Schokokrapfen –, Schokomüsli und meine allabendliche Apfelsaftschorle. Verboten sind auch meine Motivationsschokoriegel an langen Abenden in der Redaktion.
 
Auch wenn es nicht primär um das Gewicht geht, interessiert es mich schon, ob sich etwas tut. Zurzeit bringe ich bei 1,75m 68 kg auf die Waage. Zur sportlichen Betätigung findet man mich zwei- bis viermal in der Woche beim Klettern. Es sei denn, eine Schulterverletzung hält mich am Boden, wie im Moment.
 
Eine Ausnahme wird es in dieser Zeit geben: einen Geburtstag im engen Umfeld. Da werde ich mir etwas gönnen. Mal schauen, wie es dann mit der Motivation ist, ein zweites Mal in die Abstinenz einzusteigen. Bei meiner „Henkersmahlzeit“ habe ich es gestern dann doch noch ein ganz klein wenig übertrieben mit fünf Marmeladen- und einem Schokoladenkrapfen samt Kakao.

Jeden Mittwoch gibt es eine weitere Folge, wie es mir in meiner selbstgewählten Abstinenz ergeht.


Sabine Olfen
 
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