Mittwoch, 30.05.2012 |

 

08.04.2011 14:16 Uhr | 17x gelesen
Drucken Text vergrößern

Spionagevorwürfe kommen Renault wohl teuer zu stehen


Bild: Spionagevorwürfe kommen Renault wohl teuer zu stehen.  Der unbegründete Vorwurf der Betriebsspionage gegen drei Manager hat den französischen Autobauer Renault in eine Zwickmühle gebracht, die ihn vermutlich teuer zu stehen kommt: Drei gefeuerte Führungskräfte fordern millionenschweren Schadenersatz.

Der unbegründete Vorwurf der Betriebsspionage gegen drei Manager hat den französischen Autobauer Renault in eine Zwickmühle gebracht, die ihn vermutlich teuer zu stehen kommt: Drei gefeuerte Führungskräfte fordern millionenschweren Schadenersatz.


Der unbegründete Vorwurf der Betriebsspionage gegen drei Manager hat den französischen Autobauer Renault in eine Zwickmühle gebracht, die ihn vermutlich teuer zu stehen kommt: Die drei im Januar gefeuerten Führungskräfte fordern zusammen gut elf Millionen Euro Schadenersatz von ihrem ehemaligen Arbeitgeber, wie die Wochenzeitschrift "Marianne" vorab aus ihrem aktuellen Heft berichtete. (Archivbild)
Bild: © 2011 AFP Der unbegründete Vorwurf der Betriebsspionage gegen drei Manager hat den französischen Autobauer Renault in eine Zwickmühle gebracht, die ihn vermutlich teuer zu stehen kommt: Die drei im Januar gefeuerten Führungskräfte fordern zusammen gut elf Millionen Euro Schadenersatz von ihrem ehemaligen Arbeitgeber, wie die Wochenzeitschrift "Marianne" vorab aus ihrem aktuellen Heft berichtete. (Archivbild)

Der unbegründete Vorwurf der Betriebsspionage gegen drei Manager hat den französischen Autobauer Renault in eine Zwickmühle gebracht, die ihn vermutlich teuer zu stehen kommt: Die drei im Januar gefeuerten Führungskräfte fordern zusammen gut elf Millionen Euro Schadenersatz von ihrem ehemaligen Arbeitgeber, wie die Wochenzeitschrift "Marianne" vorab aus ihrem aktuellen Heft berichtete.

Sollte das Unternehmen die ungewöhnlich hohen Summen zahlen, droht dem Bericht zufolge nicht nur Ärger mit der Belegschaft, weil sie den Fehler der Geschäftsführung ausbaden muss, sondern auch Anzeigen von Kleinanlegern wegen Veruntreuung von Gesellschaftsgütern. Falls Renault die hohen Zahlungen verweigere, könne der Konzern sich in einem langwierigen Prozess vor dem Arbeitsgericht wiederfinden, der seinen Ansehen abträglich sei, stellte die Zeitschrift fest.

Die ganze Angelegenheit sei "schwerwiegend" und hätte dazu führen können, dass einer der Betroffenen sich das Leben nimmt, sagte der Anwalt des französischen Managers Michel Balthazard, den Renault wie die beiden anderen Führungskräfte beschuldigt hatte, Betriebsgeheimnisse an Außenstehende weiterzugeben. "Wiegt das ein Jahresgehalt von (Renault-Chef) Carlos Ghosn auf oder nicht?", fragte Rechtsanwalt Pierre-Olivier Sur und bezifferte den Jahresverdienst des Konzernchefs auf 9,2 Millionen Euro.

Balthazard hatte dem Bericht zufolge seit 32 Jahren für Renault gearbeitet und verlangt neben 480.000 Euro, die ihm nach dem Gesetz zustehen, weitere 750.000 Euro für die ungerechtfertigte Kündigung sowie 3,2 Millionen Euro für den daraus entstandenen moralischen Schaden. Sein Stellvertreter Bertrand Rochette, der 22 Jahre im Unternehmen gearbeitet hatte, will insgesamt 4,2 Millionen Euro von Renault, was laut "Marianne" 29 Jahresgehältern entspricht.

Der jüngste der drei rausgeworfenen Manager, der 33-jährige Matthieu Tenenbaum, hatte bereits seit zwölf Jahren für Renault gearbeitet und war zuletzt stellvertretender Leiter des Elektroauto-Programms; er fordert dem Bericht zufolge insgesamt 2,6 Millionen Euro von seinem bisherigen Arbeitgeber, was 43 Jahresgehältern entspricht. Renault hatte sich im März öffentlich und in aller Form bei den drei Managern entschuldigt und versprochen, den Schaden wiedergutzumachen.


Paris (AFP)

Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

 
 


Weitere Themen 
Preise für Benzin und Diesel steigen wieder an
Grünen-Abgeordnete wollen Dieselsteuer erhöhen
Opel-Händler in Europa fordern mehr Offenheit
FDP gegen Ramsauers Pläne für Pkw-Maut
Ramsauer will Verkehrssünder noch härter bestrafen
Ramsauer will Koalition Pkw-Maut-Modell präsentieren
Toyota will mit Niedrigpreisen Schwellenländer erobern
Schweiz verhängt Bußgeld gegen BMW
Bosch schafft in Deutschland 2000 neue Stellen
Benzin und Diesel laut ADAC erneut billiger
 


>