Mittwoch, 30.05.2012 |

 

22.02.2012 14:14 Uhr | 57x gelesen
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PSA Peugeot Citroën verhandelt mit GM über Kooperation


Bild: PSA Peugeot Citroën verhandelt mit GM über Kooperation.  Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën verhandelt mit General Motors über eine Kooperation. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte, dass Gespräche über eine \

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën verhandelt mit General Motors über eine Kooperation. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" geführt würden.


Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën verhandelt mit General Motors über eine Kooperation. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" geführt würden.
Bild: © 2012 AFP Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën verhandelt mit General Motors über eine Kooperation. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" geführt würden.

Der in Schwierigkeiten steckende Autobauer PSA Peugeot Citroën will eine "strategische Partnerschaft" mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) eingehen. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte, dass Gespräche über eine solche Kooperation geführt würden. Der größte französische Autokonzern hat mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen und musste deshalb Gewinneinbußen hinnehmen.

Die Wirtschaftszeitung LaTribune.fr hatte berichtet, dass Verhandlungen mit GM schon weit vorangeschritten seien. Ein Sprecher von General Motors wollte sich auf AFP-Anfrage nicht dazu äußern. PSA Peugeot Citroën teilte lediglich mit, dass "Projekte für Kooperationen und Allianzen geprüft" würden. Nähere Einzelheiten zur Form der Zusammenarbeit nannte das Unternehmen nicht. Auch Bertrand bestätigte im Sender Europe 1 lediglich, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" mit GM geführt würden.

Laut LaTribune.fr könnten PSA Peugeot Citroën und GM ihre Allianz bereits beim Autosalon in Genf Anfang März offiziell ankündigen. Die britische "Financial Times" berichtete, es gehe um eine Kooperation des französischen Autobauers mit dem europäischen Zweig von GM, um gemeinsam Motoren oder Fahrzeuge zu entwickeln. Ein Anteilstausch sei nicht vorgesehen. An der Börse in Paris legte die Aktie von Peugeot Citroën spektakulär zu: Der Kurs stieg zeitweise um über 20 Prozent auf 17,31 Euro.

Peugeot Citroën hat Probleme in seinem Kerngeschäft, dem Verkauf von Autos. Im vergangenen Jahr hatte sich deshalb der Gewinn des Konzerns auf 588 Millionen Euro halbiert. Die Automobil-Sparte machte einen Verlust von 92 Millionen Euro nach einem Gewinn von 621 Millionen im Vorjahr. In Europa, wo der Autobauer 60 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft, hatte das Unternehmen unter den Folgen der Wirtschaftsschwäche in den südlichen Ländern sowie einem harten Preiskrieg bei Kleinfahrzeugen zu kämpfen. Andere Aktivitäten des Unternehmens wie die PSA-Bank oder der Zulieferer Faurecia machten hingegen Gewinne.

Auch GM ist bei seinen europäischen Aktivitäten defizitär. Das Unternehmen machte 2011 im Europageschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall ein Minus von umgerechnet 570 Millionen Euro, während der Gesamtkonzern einen Milliardengewinn verzeichnete. GM plant daher eine weitere Verringerung seiner Produktionskapazitäten in Europa. Das Unternehmen sprach aber nicht konkret über die Schließung von Standorten oder gar einen Verkauf der Europa-Töchter Opel und Vauxhall. GM führt derzeit Gespräche mit den Gewerkschaften in Europa, um Kosten zu reduzieren.

PSA Peugeot Citroën hat bereits harte Einsparungen angekündigt. Das französische Unternehmen kooperiert bereits mit mehreren anderen Autobauern, etwa mit BMW bei Benzinmotoren und mit dem italienischen Unternehmen Fiat. Auch mit dem US-Autobauer Ford und dem Japaner Mitsubishi bestehen Kooperationen. Peugeot Citroën hat bereits mehrere Anläufe für Allianzen unternommen. So war 2010 der Versuch einer Allianz mit Mitsubishi gescheitert. Damals war von Widerständen der Familie Peugeot die Rede, die 30,3 Prozent des Kapitals und 45,74 Prozent der Stimmrechte hält.


Paris (AFP)

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