Mittwoch, 30.05.2012 |

 

08.02.2012 18:13 Uhr | 135x gelesen
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GM prüft angeblich Schließung von Opel-Werk Bochum


Bild: GM prüft angeblich Schließung von Opel-Werk Bochum.  Das Opel-Werk Bochum steht angeblich erneut auf der Kippe. Der US-Autokonzern General Motors (GM) prüft nach einem US-Medienbericht aufgrund des schwachen Geschäfts in Europa eine Schließung des Standortes.

Das Opel-Werk Bochum steht angeblich erneut auf der Kippe. Der US-Autokonzern General Motors (GM) prüft nach einem US-Medienbericht aufgrund des schwachen Geschäfts in Europa eine Schließung des Standortes.


Das Opel-Werk Bochum steht angeblich erneut auf der Kippe. Der US-Autokonzern General Motors (GM) prüft nach einem US-Medienbericht aufgrund des schwachen Geschäfts in Europa eine Schließung des Standortes. (Archivfoto)
Bild: © 2012 AFP Das Opel-Werk Bochum steht angeblich erneut auf der Kippe. Der US-Autokonzern General Motors (GM) prüft nach einem US-Medienbericht aufgrund des schwachen Geschäfts in Europa eine Schließung des Standortes. (Archivfoto)

Das Opel-Werk Bochum steht angeblich erneut auf der Kippe. Der US-Autokonzern General Motors (GM) prüfe aufgrund des schwachen Geschäfts in Europa eine Schließung des Standortes, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen GM-Manager. Opel erklärte lediglich, angesichts der Schwäche des Automarktes verhandelten Unternehmen und Belegschaft über Einsparungen.

Neben einer Schließung des Standortes Bochum mit 3100 Mitarbeitern ziehe GM auch ein Aus für das Werk im englischen Ellesmere Port mit 2100 Beschäftigten in Betracht, berichtet die Zeitung. Die Diskussion um die Standorte sei Teil eines neuen Sanierungsplanes für das kriselnde GM-Europageschäft. Der Standort Bochum galt schon während der schweren Krise bei Opel in den vergangenen Jahren als von der Schließung bedroht.

Der neue Sanierungsplan für Europa, der noch im Entstehen ist, könne neben Werksschließungen auch das Aus für mehr Arbeitsplätze bedeuten als bisher bekannt, berichtet die Zeitung. Der US-Konzern erwarte für 2011 im Europageschäft einen "beträchtlichen Verlust". Es gebe "eine zunehmende Unzufriedenheit mit Opel und ein Gefühl, dass die Einschnitte vor zwei Jahren nicht tief genug waren", zitiert das Blatt den GM-Vertreter. "Wenn Opel repariert wird, wird es jetzt repariert, und die Einschnitte werden tief sein."

Opel wollte den Bericht nicht bestätigen. Ein Sprecher am Stammsitz Rüsselsheim sagte lediglich, es bestehe Einigkeit zwischen Unternehmen und Belegschaft, dass sich das Ergebnis Opels verbessern müsse. "Darin sind sich alle beteiligten Parteien einig." Derzeit stünden Verhandlungen zwischen Belegschaft und Unternehmen an, um Zukunftsstrategien zu erarbeiten.

Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke schrieb einem Bericht der Zeitungen der WAZ-Gruppe zufolge eine E-Mail an die Opel-Mitarbeiter. Darin heiße es, "dass es bis jetzt keinerlei Entscheidungen gibt, wonach Werke geschlossen, Stellen abgebaut oder Produktionsvolumen verlagert werden".

Der Opel-Betriebsrat erklärte, er habe "keinerlei Hinweise darauf", dass GM oder Opel die bestehenden Verträge zur Sanierung des Rüsselsheimer Autoherstellers nach der schweren Krise der vergangenen Jahre verletzten. Unternehmen und Arbeitnehmer hatten sich damals auf einen Sanierungsvertrag verständigt. Die Vereinbarungen schließen betriebsbedingte Kündigungen oder die Schließung ganzer Standorte bis Ende 2014 aus, allerdings sollten 8000 der früher insgesamt 48.000 Jobs in Europa wegfallen.

Seit 2000 schreibt das Unternehmen kontinuierlich rote Zahlen. Auch die Geschäfte im vergangenen Jahr sagten keine Trendwende voraus: In den ersten neuen Monaten 2011 machten Opel und seine Schwestermarke Vauxhall einen Verlust von 580 Millionen US-Dollar (445 Millionen Euro).


Washington/Rüsselsheim (AFP)

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