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18.04.2010 19:51 Uhr | 2090x gelesen
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Regio-Sprint 2010: "Ein Tag Rallye ist wie ein Tag Urlaub"


Bild: Regio-Sprint 2010:

Ingolstadt (DK) Die Premiere der Oldtimerrallye DK Regio Sprint war ein großer Erfolg: 350 Teilnehmer in 163 historischen Fahrzeugen genossen bei strahlendem Frühlingswetter die Strecke durch den südlichen Landkreis Eichstätt. Auffallend viele relativ junge Autos waren am Start.




Konrad Klimek greift am Sportplatz in Hitzhofen zu Kabelbindern. "Zwischen Gasgestänge und Vergaser ist ein Gummi gerissen", sagt der Manchinger entspannt, da musste er halt improvisieren. "Neun habe ich gebraucht, das könnte halten." Claudia Klimek, seine Frau, drückt das Gaspedal – passt, das Audi 100 Coupé von 1971 ist wieder fit. Weiter geht’s. 
 
 
Aber Zeit spielt bei der ersten DK Regio Sprint am Samstag eh keine große Rolle. Und das Wetter ist perfekt. Da kann jeder die erste große Ausfahrt des Jahres genießen. Der DONAUKURIER hat zusammen mit Robert Faber von der Rallye Donau Classic eine Route durch die 14 Gemeinden im südlichen Landkreis Eichstätt zusammengestellt, die von der neuen Redaktion in Kösching betreut werden. Start und Ziel ist der DK-Parkplatz in Ingolstadt. 163 Fahrzeuge wurden angemeldet, um die 350 Teilnehmer gibt es, für die gut 200 Kilometer haben sie sechseinhalb Stunden Zeit. Mindestens. Denn bei dieser Gleichmäßigkeitsfahrt geht es darum, die Landschaft zu erleben und den Tag zu genießen.



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Das gefällt auch Hans Meier aus Stammham. Er nutzt wie viele andere Bürgermeister der 14 Gemeinden das Angebot, in einem Setra-Bus von 1958 mitzufahren. "Diese Höhenlage, diese Weitsicht – ein angenehmes Gefühl." Andrea Mickel aus Gaimersheim verkündet lachend, dass sie alle Straßen der Strecke kenne. Das ist aber auch nicht schwierig: Der Bus kürzt bei Bedarf einfach ab und spart sich die Nebenwege.
 

Ingolstadt: "Ein Tag Rallye ist wie ein Tag Urlaub"
Bonbons für die Zuschauer: Fabian Mele und Franz Kassubek mit ihrem 35 Jahre alten Fiat 500 in Marching bei Pförring.
Die Rallyeteilnehmer dürfen das nicht, sie müssen sich an das Roadbook halten. Die Anleitung sagt auf den Meter genau, wann wo abgebogen werden muss. Ortsangaben gibt es darin nur selten. Wirkliche Probleme hat damit kein Beifahrer. Ab und an mal ein kleiner Schlenker in die falsche Richtung, das gibt es schon. "Aber nix Schlimmes", sagt Claus Häring, Wirt aus Ingolstadt. Er hat bei Opel Willner gelernt und sich letztes Jahr einen Traum erfüllt und einen Opel Record C von 1971 gekauft, seinem Geburtsjahr. Häring geht es wie vielen anderen Teilnehmern: "So ein Tag Rallye ist wie ein Tag Urlaub."

An vier Wertungsstellen müssen die Autos vorbei, in Oberhaunstadt, Hitzhofen, Kösching und Pförring. Hier bekommen die Fahrer einen Stempel – und womöglich einen Punktabzug, wenn sie aus der falschen Richtung kommen. Weil genügend Zeit bleibt, essen manche in Hitzhofen die erste Wurstsemmel oder holen sich in Kösching ein Eis. Zuletzt geht es bei der Dekra in Ingolstadt doch noch um Sekunden: Hier gilt es, einen Parcours abzufahren. Walter Jägle aus Eichstätt gewinnt, sein Mercedes von 1954 bekommt den Sonderpreis.

Der erste Preis der DK Regio Sprint geht an Wolfgang Jägle aus Eichstätt (Jaguar E-Type von 1971), der zweite an Rainhard Triebswetter, ebenfalls aus Eichstätt (Daimler Benz 280 SE / 9 3.5 von 1970), der dritte an Franz Schneider aus Ingolstadt (Audi 80 GTE von 1977). Sie erhalten einen Kristallpokal und einen Reisegutschein von World Travel Specials in Neuburg.

Einen Unfall mit Totalschaden gab es Samstagmittag bei der DK Regio Sprint: Ein Austin Healy von 1967 aus Weißenburg kam zwischen Schambach und Böhmfeld von der Straße ab, streifte kleinere Bäume und rammte einen Zaun. Fahrer und Beifahrer wurden jedoch nicht verletzt.


Von Martin Schwarzott
 
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