Koreakrise: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft Koreakrise: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft
Koreakrise: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft
© 2018 SID

Gut einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Südkorea scheint sich die politische Lage auf der koreanischen Halbinsel weiter zu entspannen. Kurz nach der Ankündigung Nordkoreas, eine Delegation zu den Wettkämpfen ins nur 80 Kilometer von der entmilitarisierten Zone entfernte Pyeongchang schicken zu wollen, ließ US-Präsident Donald Trump am Mittwoch (Ortszeit) mitteilen, "unter den richtigen Umständen" bereit für Gespräche mit der nordkoreanischen Führung zu sein.

Das habe Trump in einem Telefongespräch mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In gesagt, teilte das Weiße Haus mit. "Zur angemessenen Zeit und unter den richtigen Umständen" könnte miteinander gesprochen werden. Welche Voraussetzungen genau erfüllt sein müssten, blieb offen.

In Panmunjom hatten am Dienstag erstmals seit zwei Jahren wieder Gespräche zwischen dem Süden und dem Norden stattgefunden. "Das war nur der Anfang", sagte Moon im Anschluss.

Die US-Regierung bekräftigte, dass Trump und Moon auch die hohe Bedeutung des fortlaufenden, "maximalen Drucks" auf Nordkorea unterstrichen hätten. Machthaber Kim Jong Un hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Raketentests durchführen lassen, er will sein isoliertes Land zur Atommacht machen. Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit Trump, der wiederum Nordkorea mit der völligen Zerstörung gedroht hatte.

Weil der Koreakrieg 1953 mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete, befinden sich beide Staaten der Halbinsel formal noch im Kriegszustand.