Nur ein positiver Fall bei den Nachtests von 2010 Nur ein positiver Fall bei den Nachtests von 2010
Nur ein positiver Fall bei den Nachtests von 2010
© 2017 SID

Die Nachtest der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver haben nur einen positiven Fall ans Licht gebracht. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag mitteilte, wiesen lediglich drei Proben eines namentlich nicht genannten Athleten auffällige Ergebnisse auf. Insgesamt seien 1195 der gelagerten 1710 Urinproben bei den Nachtests überprüft worden, untersucht wurden unter anderem die Proben aller Medaillengewinner und aller russischen Teilnehmer.

Das IOC hatte nach den beiden Berichten des Sonderermittlers Richard McLaren über den russischen Dopingskandal die Nachtest in Auftrag gegeben. Unter anderem manipulierten die Gastgeber während der Winterspiele 2014 in Sotschi massiv Dopingproben.

Wie das IOC weiter mitteilte, seien inzwischen auch alle 254 Proben russischer Sportler der Spiele von Sotschi untersucht worden. Whistleblower Gregori Rodtschenkow, der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, hatte erklärt, mit Hilfe des russischen Geheimdienstes die Proben russischer Sportler ausgetauscht zu haben.

Rodtschenkow hatte zudem erklärt, dass das schwache Abschneiden der russischen Sportler in Vancouver zum Aufbau des Dopingsystems geführt habe. Russland war 2010 mit lediglich drei Goldmedaillen auf Platz elf des Medaillenspiegels gelandet. Vier Jahre später waren die Gastgeber mit 13-mal Gold beste Nation der Spiele.