Lisa Zimmermann versteht Kritik des DSV nicht Lisa Zimmermann versteht Kritik des DSV nicht
Lisa Zimmermann versteht Kritik des DSV nicht
© 2018 SID

Ski-Freestylerin Lisa Zimmermann hat die Kritik des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach ihrer Absage für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) zurückgewiesen. "Sollten die kritischen Aussagen des DSV stimmen, kann ich es nicht verstehen. Aber es bringt mich auch irgendwie zum Schmunzeln", wurde Zimmermann in einer Mitteilung ihres Managements zitiert.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier hatte moniert, dass Zimmermann nach ihrer schweren Knieverletzung im Februar (Kreuz- und Innenbandriss sowie Kapselverletzung rechts) die angebotene Hilfe des Verbandes ebenso ausgeschlagen habe wie den Rat, sich operieren zu lassen. Sie wisse die Bemühungen des DSV zu schätzen, sagte Zimmermann: "Ich habe mich über die Möglichkeiten informiert und mich letztendlich dann aber für eine alternative Behandlungsmethode entscheiden. Mit Faulheit hat dies alles nichts zu tun."

Sie sei von ihrem Weg überzeugt, fügte die 21-Jährige an, die nach ihrem WM-Titel 2015 im Slopestyle und dem X-Games-Sieg 2017 im Big Air als Medaillenhoffnung für Südkorea galt: "Dass es auch funktioniert, hat Silje Norendal mit ihren Erfolgen bei den X-Games nach einer solchen Verletzung und der gleichen Behandlung bereits mehrfach bewiesen."

Sie hätte "große Lust" auf die Spiele gehabt, meinte Zimmermann (Fürth), "aber das wäre einfach ein zu großes Risiko. Nach Rücksprache mit meinen Trainern, Ärzten und Physios habe ich die Entscheidung getroffen, dem Heilungsprozess genug Zeit zu geben." Sie habe vor "noch lange dabei zu sein", dafür trainiere sie hart. Beim DSV ist die Tür für sie aber wohl zu.