Die deutschen Biathleten leisteten sich zu viele Fehler Die deutschen Biathleten leisteten sich zu viele Fehler
Die deutschen Biathleten leisteten sich zu viele Fehler
© 2018 SID

Die deutschen Biathleten haben im letzten Staffelrennen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Podest verpasst. Die vermeintlich beste Formation mit Erik Lesser (Frankenhain/0 Nachlader), Benedikt Doll (Breitnau/4), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/2) und Simon Schempp (Uhingen/4) erreichte beim Weltcup in Ruhpolding nach 4x7,5 km nur den vierten Rang.

"Man schaut natürlich zum Podium, wir wollen nicht Fünfter, Sechster oder Siebter werden", sagte Schempp im ZDF: "Ich wollte etwas riskieren, es ist mir aber nicht geglückt. So viele Nachlader, das ist nicht das Gelbe vom Ei." Bundestrainer Mark Kirchner meinte: "Die Bedingungen waren sehr schwer. Man spürt dann auch ein bisschen Verschleiß bei denen, die alle Rennen bestritten haben. Es war dennoch ein guter Wettkampf."

Den Erfolg sicherte sich das norwegische Quartett, das seine bärenstarke Verfassung einmal mehr unter Beweis stellte. Ohne Altmeister Ole Einar Björndalen siegten die Skandinavier (sieben Nachlader) vor Frankreich (6/+24,9 Sekunden) und Russland (4/53,4). Der letzte Sieg einer deutschen Männerstaffel, die im Ziel 1:26,5 Minuten hinter den Norwegern lag, datiert somit weiter vom 21. Januar 2017.

Bundestrainer Mark Kirchner verzichtete auf Roman Rees, der mit seinem vierten Platz am Mittwoch das beste Einzelresultat der Männer in diesem Jahr geliefert hatte. Knackpunkt waren im Wettstreit mit der starken internationalen Konkurrenz zunächst die vier Nachlader von Sprint-Weltmeister Doll, die Deutschland zwar nicht meilenweit, aber entscheidend in Rückstand brachten. Die Fehler von Schempp verhinderten zudem eine Aufholjagd.

Am Samstag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) greifen die Frauen über 4x6 km an. Das DSV-Quartett um Laura Dahlmeier, dessen Siegesserie am vergangenen Wochenende in Oberhof gerissen war, will sich mit einem Sieg Selbstvertrauen für Olympia holen. Am Sonntag (ab 12.15 Uhr) schließen die Massenstart-Rennen den Weltcup ab.