Die ITTF schließt eine Kooperation mit der neuen T2-Liga Die ITTF schließt eine Kooperation mit der neuen T2-Liga
Die ITTF schließt eine Kooperation mit der neuen T2-Liga
© 2018 SID

Die vom Tischtennis-Weltverband (ITTF) veranstaltete World Tour und die mit dem Rekordwert von 1,75 Millionen Dollar dotierte Asien-Pazifik-Liga T2 haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das gab der Weltverband am Donnerstag bekannt. Die während des World-Tour-Jahresfinals Mitte Dezember 2017 im kasachischen Astana vereinbarte Zusammenarbeit, soll dazu beitragen, die Entwicklung des Tischtennissports global voranzutreiben.

Die ITTF World Tour wird einige Elemente der revolutionären T2-Liga übernehmen, die zukünftig zu einer Art Wettbewerbslabor wird, in dem die ITTF neue Innovationen, wie das aus dem Tennis bekannte Challenge-System, testen kann.

Aus der T2-Liga sollen etwa die Verwendung mehrerer Spielbälle während Matches, die verstärkte Vermarktung der Spieler, Spielerverträge und die Entwicklung neuer Übertragungsmöglichkeiten übernommen werden. Das erste Turnier der ITTF World Tour 2018 werden die Hungarian Open (18. bis 21. Januar) in Budapest sein.

"Ich möchte, dass Tischtennis eine der größten Sportarten der Welt wird und unsere Spieler reich und berühmt werden. Ich möchte Tischtennis zu einem florierenden, kommerziellen Sport machen", sagte Ji Frank, Gründer und Vorsitzender von T2 sowie Vorsitzender des ITTF-World-Tour-Titelsponsors Seamaster: "Mein Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Tischtennisspieler von Millionen Menschen weltweit geliebt werden. Ein Umfeld, das mehr Medienaufmerksamkeit, mehr Fans und mehr Geld in den Sport bringt".

Die T2-Liga ist ein revolutionäres Projekt im Tischtennis. Bei dem in einem Fernsehstudio in Malaysia ausgetragen Wettbewerb werden die innerhalb von 24 Minuten Spielzeit gewonnenen Sätze gezählt. In der Mannschaftswertung besteht jedes Team aus drei Männern und drei Frauen.

Bei der Premiere siegte Rekordeuropameister Timo Boll im Einzel sowie in der Teamwertung mit dem früheren dänischen Europameister Michael Maze. Im Finale schlug der 36 Jahre alte Boll den Weltranglistenersten Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg).