Bach geht nicht von einem russischen Boykott aus Bach geht nicht von einem russischen Boykott aus
Bach geht nicht von einem russischen Boykott aus
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IOC-Präsident Thomas Bach geht nach der Bestrafung Russlands wegen des Dopingskandals nicht von einem Boykott der Sport-Großmacht bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang aus. "Ein olympischer Boykott hat noch nie etwas gebracht", sagte Bach: "Ich sehe auch keinen Grund für einen Boykott durch russische Sportler, weil wir den sauberen Athleten erlauben zu starten. Diese Athleten können eine Brücke bauen in die Zukunft eines sauberen Sports statt eine neue Mauer zu errichten."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Russland von den Winterspielen (9. bis 25. Februar) ausgeschlossen, will den russischen Sportlern aber unter Auflagen einen Start als "neutrale Athleten" ermöglichen. Ob russische Sportler allerdings ohne Flagge und Hymne an den Start gehen werden, ist fraglich. Im Vorfeld der Entscheidung waren in Russland für diesen Fall bereits Rufe nach einem Boykott laut geworden.

Die russischen Verantwortlichen hatten in der Vergangenheit zwar Fehler im Anti-Doping-Kampf eingeräumt, ein staatlich unterstütztes Dopingsystem aber stets bestritten und die Vorwürfe von WADA-Sonderermittler Richard McLaren und dem Whistleblower Grigorij Rodtschenkow als westliche Propaganda abgetan.

Kreml-Sprecher Dimitri Peskow hatte am Montag erklärt, dass sein Land keinen Boykott erwäge, aber Putins Entscheidungsgewalt betont.