Whistleblower Rodtschenkow begrüßt die IOC-Entscheidung Whistleblower Rodtschenkow begrüßt die IOC-Entscheidung
Whistleblower Rodtschenkow begrüßt die IOC-Entscheidung
© 2017 SID

Für Whistleblower Grigorij Rodtschenkow sind die Sanktionen des Internationalen Olympischen Komitees IOC gegen Russland im Zuge des Staatsdoping-Skandals ein richtiger Schritt. "Die heutige Entscheidung des IOC sendet eine mächtige Botschaft, dass es staatlich gesponserten Betrug durch irgendeine Nation nicht toleriert", teilte Rodtschenkows Anwalt Jim Walden in einem Statement für seinen Mandanten mit.

"Wie die Welt sehen konnte, hat Dr. Rodtschenkow glaubwürdige und unwiderlegbare Beweise für das russische staatsunterstützte Dopingsystem geliefert, das letztlich vom damaligen Sportminister Witali Mutko und anderen hochrangigen Personen der Regierung überwacht und finanziert wurde", hieß es weiter.

Rodtschenkow, so Walden in seiner Erklärung, stimme "persönlich mit der Auffassung des IOC überein, dass unschuldige Athleten als neutral antreten sollen". Die Einstufung als unschuldiger Athlet solle unter strengen Gesichtspunkten erfolgen, um alle sauberen Sportler zu schützen.

Das IOC hat Russland von den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) ausgeschlossen, will den russischen Sportlern aber unter Auflagen einen Start als neutrale Athleten ("Olympic Athletes of Russia") ermöglichen. Das entschied das IOC auf einer Exekutivsitzung am Dienstag in Lausanne.

Rodtschenkow, ehemaliger Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, hatte im Mai 2016 von einem systematischen Dopingsystem in Russland, darunter auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi berichtet. Darin sollen insgesamt rund 1000 Sportler involviert gewesen sein. Der Wissenschaftler floh im November 2015 in die USA und lebt dort mittlerweile an einem geheimen Ort unter dem Schutz des FBI.