Carlos Arthur Nuzman (M.) Carlos Arthur Nuzman (M.)
Carlos Arthur Nuzman (M.)
© 2017 SID

Carlos Arthur Nuzman ist nach seiner Verhaftung wegen Korruptionsverdachts als Präsident des Brasilianischen Olympischen Komitees (COB) zurückgetreten. Der 75-Jährige, Chef des Olympia-Organisationskomitees von Rio de Janeiro, will sich nach eigenen Angaben jetzt ganz auf seine Verteidigung konzentrieren. Dies gab Nuzman am Samstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme bekannt.

Nuzman war am Donnerstag von der brasilianischen Bundespolizei verhaftet worden. Ihm wird neben Geldwäsche und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung auch vorgeworfen, Stimmen für die Vergabe der Sommerspiele 2016 in der brasilianischen Metropole gekauft zu haben.

Am Freitag hatte auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiert und Nuzman als Ehrenmitglied suspendiert. Außerdem wurde er aus der Koordinierungskommission für die Sommerspiele 2020 in Tokio abgezogen, das COB wurde ebenfalls suspendiert. Laut IOC werden die Suspendierungen teilweise oder vollständig aufgehoben, sobald die ungeklärten Governance-Fragen zufriedenstellend beantwortet werden.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht vor allem die Zahlung von mindestens zwei Millionen Dollar an den senegalesischen Unternehmer Papa Massata Diack wenige Tage vor der Vergabe der 31. Olympischen Sommerspiele im Oktober 2009.