Eichstätt: Exklusive Geschichten aus Sotschi
Sotschi-Kenner: Unser Redakteur Josef Bartenschlager (rechts) berichtet täglich von den Olympischen Spielen in Sotschi für den DONAUKURIER. Auf dem Bild ist er mit seiner aus Sotschi stammenden Frau Ludmila und einem Fackelträger zu sehen. - Foto: privat
Eichstätt

„Sotschi ist eine faszinierende und lebendige Stadt, die seit 15 Jahren einem tief greifenden Wandel unterliegt“, weiß Bartenschlager. „Allerdings nicht immer zum Besseren.“

Der 53-Jährige hat mehr vor, als nur über das größte Sportereignis des Jahres zu berichten: „Ich möchte unseren Lesern die Stadt, das Land und die Russen nahebringen.“ Bartenschlager betont, dass es ihm vor allem wichtig ist, „den Menschen in unserer Region Russland ohne Klischees und Vorurteile nahezubringen“. Denn oft genug ist der Wahl-Dollnsteiner verärgert über einseitige Berichterstattung über Russland, die für ihn schnell erkennen lässt, dass aus der Ferne oder zumindest ohne Sachwissen geurteilt wurde: „Dass ich die tatsächlichen negativen Aspekte nicht verschweigen will, ist klar. Welche bessere Chance gäbe es, als bei einem Ereignis wie den Olympischen Spielen auf Missstände hinzuweisen“ Schon in den vergangenen Jahren hat Bartenschlager, der vor seiner Redakteurszeit in Aichach, Ingolstadt und Eichstätt in der Fuggerstadt Augsburg Lehramt für Geschichte, Deutsch und Sozialkunde studierte, für den DONAUKURIER und DONAUKURIERonline kompetent und mit viel Insiderwissen aus der einstigen Sowjetunion berichtet. Aus der Ukraine, aus Belarus, aus Russland, vor allem aber aus Sotschi. Kein Wunder, immerhin stammt seine Frau Ludmila aus der Olympiastadt.

Noch in Pöttmes, einem früheren Wohnort lernte er die ehemalige Tennis-Profispielerin kennen. Besuche bei den Schwiegereltern und den Verwandten gehören seit knapp 20 Jahren zum Standardprogramm der Familie. Auch wenn er das Altmühltal liebt, gibt er zu, dass ihn die „Südliche Hauptstadt Russlands“ mit ihren palmengesäumten Stränden, Promenaden und den Skipisten in den Bergen längst in seinen Bann geschlagen hat.

So ist es nur konsequent, dass Bartenschlager daher „unser Mann für Sotschi“ ist. Vor allem aber ist er der Mann für die Geschichten neben dem oder abseits des Sports. Wir sind gespannt, wie uns der 53-Jährige die Olympiastadt aus einem ganz speziellen, sehr intimen Blickwinkel schildern wird.

Er freut sich jedenfalls darauf, den Lesern unserer Zeitung die russische Mentalität ein wenig näherzubringen.