Felix Rosenqvist steht an der Spitze der Gesamtwertung Felix Rosenqvist steht an der Spitze der Gesamtwertung
Felix Rosenqvist steht an der Spitze der Gesamtwertung
© 2018 SID

Der Schwede Felix Rosenqvist hat in Marrakesch sein zweites Rennen in Folge in der Elektro-Rennserie Formel E gewonnen und damit nach dem dritten Wochenende auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der Mahindra-Pilot siegte auf der anspruchsvollen Strecke in Marokko nach 33 Runden mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor dem Schweizer Sebastien Buemi (Renault).

Dritter wurde der Brite Sam Bird (Virgin), der im ersten Stint aufgrund von Getriebeproblemen an Boden verlor. Bird büßte trotz des Podiumsplatzes seine Führung im Ranking ein und belegt mit nunmehr 50 Punkten Rang zwei hinter Rosenqvist (54).

Der Skandinavier hatte sich bereits beim zweiten Saisonrennen Anfang Dezember in Hongkong nach der Aberkennung des Erfolgs von Daniel Abt (Kempten/Audi) in die Siegerliste eingetragen. "Was für ein Tag. Auf einem der schwierigsten Kurse zu gewinnen und Platz in der Gesamtwertung zu übernehmen, ist fantastisch", sagte Rosenqvist.

Die vier deutschen Fahrer spielten in Marrakesch keine Rolle. Nachdem der Münchner Maro Engel (Venturi) wegen Verursachung eines Unfalls eine 20-Sekunden-Zeitstrafe kassierte und von Platz sieben auf 13 zurückfiel, war der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach/Mahindra) als Achter der Beste des Quartetts.

Daniel Abt fuhr auf Rang elf, Formel-E-Rookie Andre Lotterer (Duisburg/Techeetah) schied ebenso vorzeitig aus wie Titelverteidiger Lucas di Grassi (Audi). Dem Brasilianer unterlief dieses Missgeschick bereits zum dritten Mal in der laufenden Saison.

Die Formel-E-Teams fahren mit Einheits-Chassis, die Entwicklung des Antriebsstrangs mit Motor, Getriebe und Teilen des Fahrwerks obliegt aber den Rennställen.

Der vierte Saisonlauf wird am 3. Februar in Santiago de Chile ausgetragen. Der Berlin ePrix findet am 19. Mai 2018 auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof statt. In den kommenden Jahren werden nach Audi auch BMW, Mercedes und Porsche werkseitig in die Rennserie einsteigen.