Wer erwischt wird, muss mit einer langen Sperre rechnen. Die Kontrolleure sind den Betrügern auf der Spur, untersuchen die Räder mit Wärmebildern, Röntgengeräten und Ultraschall, ob, unsichtbar für das menschliche Auge, im Rahmen des Rennrades ein Motor werkelt. Bislang wurde lediglich ein Fall bekannt: Die Belgierin Femke Van Den Driessche setzte auf die verbotene Technik bei einem Cross-Rennen.

Bei einem Radrennen im norditalienischen Bedizzole wurde nun ein Amateurfahrer überführt. Alessandro A. fuhr in der Masters-Kategorie auf den dritten Platz. Allerdings hat es der Italiener offensichtlich in Sachen Motordoping übertrieben. Als Kontrolleure das Velo des 53-Jährigen auf unerlaubte Hilfsmittel untersuchten, rauchte es aus dem Rahmen. Der Motor, der im Sitzrohr eingebaut war, überhitzte offenbar. Allerdings begann er noch nicht zu brennen, sonst hätte er Alessandro A. im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unter dem Hintern gemacht. So aber hatte der Italiener einfach nur dem kleinen Motor zu viel abverlangt und ihn überlastet. Zumindest brauchten die Kontrolleure durch den rauchenden Rahmen keine Spezialkamera mehr, um festzustellen, dass ein Hilfsmotor eingebaut war. ‹ŒTimo Schoch