Kreisliga Ostschwaben

Diese habe sich nämlich bei der jüngsten 0:1-Heimniederlage im Derby gegen den BSV Berg im Gau nicht von ihrer allerbesten Seite gezeigt. "Das war schon ein Dämpfer", sagt Stampfl und erklärt: "Berg im Gau hat es insgesamt gut gemacht, aber wir haben auch einfach nicht die Leistung gebracht, die nötig ist, um solch ein Duell zu gewinnen." Zu dramatisch sehe er die Lage für seinen FCG aber trotzdem nicht. "Es ist nichts passiert, diese Schlappe haut uns nicht um", betont der 27-Jährige.

Nichtsdestotrotz gelte es mit Blick auf den kommenden Sonntag, an ein paar Stellschrauben zu drehen. Die größte hat der weiterhin verletzte Spielertrainer schnell ausgemacht. "Wir brauchen gegen den SV Münster unbedingt eine vollkommen geschlossene Mannschaftsleistung. Wir müssen im Kollektiv miteinander und auch untereinander funktionieren, wenn wir beim SVM etwas holen wollen", erklärt Stampfl: "Wir müssen wieder deutlich mehr Aufwand betreiben, dann funktioniert unser Spiel auch wieder viel besser."

Großartige Veränderungen wird es bei den Gerolsbachern nach der Derbyniederlage nicht geben. "Wir haben gezeigt, dass wir genau so mithalten können in dieser Kreisliga", weiß der Spielertrainer. Dass es an diesem Sonntag gegen die aktuelle Mannschaft der Stunde in der Kreisliga Ostschwaben geht, die zuletzt auch der DJK Langenmosen ein 2:2-Remis abrang, dies mache die Aufgabe selbstverständlich schwer. "Wir können trotzdem in Münster etwas holen", sagt Stampfl: "Dafür müssen wir aber eben ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt."

Generell erwarte er mit dem SVM einen unangenehmen Gegner. "Diese Mannschaft ist körperlich sehr robust und hat viele hoch gewachsene Spieler", weiß der FCG-Coach, der trotzdem überrascht ist, dass der kommende Kontrahent auch nach fünf Spieltagen auf Tabellenplatz eins steht: "Münster lebt momentan von seiner starken Offensivabteilung." 15-mal schon netzte der Klassenprimus in der laufenden Saison bereits ein, kein anderes Team aus der Kreisliga Ostschwaben kommt auf eine bessere Ausbeute. Fast die Hälfte der SVM-Tore erzielte dabei Michael Kerbstadt (7.).

Das Feld freilich ist insgesamt noch eng beisammen in der Kreisliga Ostschwaben, die Gerolsbacher etwa liegen mit sieben Zählern auf der Habenseite nur drei Punkte hinter dem SVM. "Halten wir von der ersten Minute an dagegen, dann haben wir definitiv das Potenzial, um nach dem Schlusspfiff mit Münster punktgleich zu sein", ist Stampfl überzeugt. Personell sieht es dafür alles andere als schlecht aus, nur der Spielertrainer selbst und Stefan Brunner werden am Sonntagnachmittag verletzungsbedingt beim FC Gerolsbach fehlen.