Kreisliga Ostschwaben

"Das sind schon richtig dicke Bausteine, die da in unserem Puzzle fehlen", lautet der Kommentar des neuen Spielertrainers Martin Finkenzeller mit Blick auf das fehlende Personal. Der 31-Jährige selbst wird ziemlich sicher wegen der Folgen einer Nierenkolik ausfallen, Co-Spielertrainer Christian Kornherr (Ferse) und Korbinian Stachel (Aufbau nach OP) werden gleich mehrere Wochen fehlen - und zu allem Überfluss stehen in Feldheim auch die Keeper Wolfgang Seel sowie Raphael Weber nicht zur Verfügung. "Markus Mayr wird deshalb das Tor hüten, in ihn habe ich vollstes Vertrauen", sagt Finkenzeller allerdings deutlich. Nach vorne sieht die Gemengelage für seinen BSV etwas anders aus: "Im Offensivbereich sind wir jetzt richtig dünn besetzt", berichtet der ehemalige Kapitän des FC Pipinsried traurig.

Dass die Aufgabe am morgigen Samstagnachmittag durch die Verletzungen richtig schwer wird, weil der ohnehin kleine Kader nun noch weniger Alternativen bereit hält, dies versteht sich von selbst. Der Gegner wird zudem alles andere als eine Laufkundschaft werden. "Ich hätte die Feldheimer lieber gerne etwas später gehabt in der Saison", gesteht Finkenzeller. Er weiß ganz genau, was auf seinen BSV am ersten Spieltag zukommen könnte: "Auswärts bei einem Aufsteiger anzutreten, der voller Euphorie ist und eine gute Qualität besitzt, ist nicht angenehm."

Mit einer schwungvollen Anfangsphase des Gegners müsse seine Mannschaft definitiv rechnen, so der neue Berg im Gauer Spielertrainer, der deshalb auf eine sichere Ordnung setzen will. "Wir müssen gut gegen den Ball und den Gegner arbeiten sowie vorne unsere Möglichkeiten eiskalt nutzen. Bloß genau das war leider schon in der gesamten Vorbereitung ein großes Man-ko von uns."

Überhaupt ist Finkenzeller mit der spielerischen Vorstellung seines BSV in den Testpartien nicht zufrieden, auch die Ergebnisse passten nicht - wohl aber die Einstellung der Mannschaft sowie das Umfeld im Verein. "Ich fühle mich absolut wohl in Berg im Gau", sagt der 31-Jährige. Er weiß aber auch: "Sportlich wird das Jahr nicht einfach für uns."

Sein Team müsse schauen, aus den ersten Partien so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. "Dass wir mit der personellen Voraussetzung gleich eine ,Englische Woche' vor der Brust haben, macht es nicht leichter", sagt der Spielertrainer, der in Feldheim mindestens einen Zähler holen will: "Der SVF besitzt eine homogene Truppe, und Marco Schütt ragt aus dieser heraus." Mit 24 Saisontreffern schoss jener den SV Feldheim jüngst zum Meistertitel in der Kreisklasse Neuburg. "Diese Mannschaft hat definitiv Kreisligaformat. Aber wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir dort trotzdem gewinnen", ist Finkenzeller überzeugt.