Ehekirchen: "Wer in Günzburg antritt, der kann auch was"
Ob sie weiterjubeln dürfen? Die Ehekirchener Kicker (v.l.) Lukas Ziegler, Sebastian Rutkowski und Max Jahner treten an diesem Samstag in Günzburg an. - Foto: S. Hofmann
Ehekirchen

Acht Teams sind es, die an diesem Tag um den Titel "Schwäbischer Meister 2018" spielen werden. Zunächst treten die Mannschaften, die sich in Vorrundenwettbewerben qualifiziert hatten, in zwei Gruppen gegeneinander an. In Gruppe A misst sich Landesligist Türkspor Augsburg mit dem FC Stätzling (ebenfalls aus der Landesliga), dem SC Bubesheim (Bezirksliga Schwaben Nord) und dem BSK Olympia Neugablonz (Bezirksliga Schwaben Süd). Der FC Ehekirchen (Bezirksliga Schwaben Nord) tritt dagegen in der Gruppe B zusammen mit dem Ligakonkurrenten TSV Gersthofen, dem TSV Ottobeuren (Kreisliga Allgäu Mitte) und dem TSV Diedorf (Kreisliga Augsburg) an - wohl in der vermeintlich leichteren Division. "Ich warne aber davor, eine Gruppe stärker als die andere zu bewerten", sagt Ehekirchens Spielertrainer Simon Schröttle. Er kenne die direkten Kontrahenten aus Ottobeuren und Diedorf zwar kaum - nur umsonst hätten sich diese wohl nicht für die Endrunde qualifiziert. Schröttle betont: "Wer in Günzburg antritt, der kann auch was." Was den TSV Gersthofen betrifft, so wisse man bei den Schwarzweisen sehr wohl um dessen Qualitäten. "Trotzdem bleibt diese Mannschaft schwer einzuschätzen, weil man nie weiß, wie sich die Spieler in der Halle anstellen", meint Schröttle. Der 25-Jährige mag Futsal lieber als den klassischen Hallenfußball mit Bande. "Es ist technisch anspruchsvoller, das gefällt mir. Beim Hallenfußball kannst du dagegen fast blind spielen und den Ball gegen die Banden dreschen. Das ist mir zu wild und zu einfach."

Eine Erklärung, warum sein Team nach der souveränen Qualifikation zur Futsal-End-runde am Freitag vor einer Woche an den zwei darauf folgenden Tagen beim Neuburger Schiedsrichter-Hallenturnier - einem Wettbewerb mit Bande - nur auf Rang drei gekommen ist, soll das aber nicht sein. "Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen. Wir hatten eine ganz ordentliche Vorrunde in Neuburg gespielt und verloren dann das Halbfinale gegen einen Kreisklassisten ganz dumm. Wir waren danach natürlich konsterniert, weil wir das Turnier eigentlich gewinnen wollten", berichtet Schröttle. "Es hat auch keiner so recht gewusst, wie uns das passieren konnte."

"Schwamm drüber", so heißt das Motto in Ehekirchen nun. Die volle Konzentration gilt dem Wettstreit in Günzburg. Und dabei hat Schröttle die Qual der Wahl. Sind es am Wochenende zuvor gleich drei Turniertage in Serie gewesen, bei denen er irgendwann jeden seiner Kicker einsetzen konnte, so muss er für die Endrunde nun eine Streichliste aufstellen. "Es werden hauptsächlich die Spieler auflaufen, die das Vorrundenturnier in Wertingen gewannen. Das haben sie sich einfach verdient", so der Ehekirchener Spielertrainer. Änderungen wird es aber dennoch geben. So hat Schröttle selbst Leistenprobleme und wird wahrscheinlich nicht auflaufen, stattdessen rücken Lukas Ziegler und Fabian Scharbatke ins Aufgebot. Die Torhüterposition wird zudem nicht Mehmet Özdemir, sondern Neuzugang Tomas Ruhland einnehmen.

Könnte sich der FCE für die K.o-Runde qualifizieren,würde es möglicherweise gegen einen weiteren bekannten Gegner gehen: "Es wäre natürlich schon eine Sache, wenn unsere Mannschaft dann Revanche gegen den BSK Olympia Neugablonz nehmen könnte - auch wenn ein Futsal-Sieg nicht die verlorene Relegation aufwiegen würde", scherzt Schröttle. Der FC Ehekirchen war in der vergangenen Freiluftsaison ja in der Landesliga-Abstiegsrelegation an Olympia Neugablonz gescheitert und musste deshalb den Gang zurück in die Bezirksliga antreten.

Um die K.o-Runde zu erreichen, muss der FCE die Gruppenphase auf Platz eins oder zwei beenden. Entsprechend träfe er dann auf den Tabellenzweiten respektive -ersten der Gruppe A im Halbfinale. Und wer weiß, vielleicht gelingt ihm ja die Sensation, sich auch für die Bayerische Meisterschaft zu qualifizieren.