Kreisliga Ostschwaben

Bislang scheinen die Aichacher, die seit diesem Sommer vom Ex-Profi Vladimir Manislavic gecoacht werden, den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden - zumindest wenn es gegen vermeintlich starke Gegner geht. "Gott sei Dank stehen wir momentan im hinteren Drittel des Klassements, dadurch haben wir gegen den BCA eine gute Chance", sagt DJK-Spielertrainer Florian Wenger mit einem Lachen. Denn wenn die Aichacher in dieser Saison Federn lassen, dann gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller. So kassierten die sonntägigen Gäste der DJK ihre einzigen beiden Niederlagen gegen den FC Stätzling II und den SV Feldheim - ansonsten feierten die Aichacher ausnahmslos Siege, darunter einen 6:2-Kantererfolg über den TSV Rehling oder zuletzt einen 3:2-Derbytriumph gegen den SC Griesbeckerzell. Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass Langenmosens Spielertrainer ein Urteil fällt, das er auch auf die komplette Kreisliga ummünzen könnte: "Aichach ist eine Wundertüte, du weißt vor keinem Spieltag, was passiert."

Konstanz lasse nahezu jede Mannschaft in dieser Liga vermissen. Seine DJK hingegen habe, zumindest was die Ergebnisse angeht, ein Lieblingsresultat: Vier der bisher sechs Saisonspiele endeten nämlich Remis, darunter zuletzt ein torloses Unentschieden beim SV Feldheim. "Wir kommen nicht vom Fleck", erneuert Wenger seine Sätze mit Blick auf das Klassement. Sieben Zähler haben die Blauweißen auf dem Konto, Rang zehn bedeutet dies. Zufrieden sei er im Großen und Ganzen aber dennoch mit den Vorstellungen seiner Elf. "Wir spielen beileibe nicht schlecht", sagt der 24-Jährige, der ein wenig mit dem Fußballgott hadert: "Wir nutzen nach wie vor unsere Chancen nicht, dafür wird defensiv jeder Fehler bestraft."

Hinzu kommt, dass es auch personell alles andere als rosig aussieht im Lager der DJK. Am Sonntag nun sollte es diesbezüglich etwas besser werden, lediglich die Flügelzange Andreas Mayr und Daniel Schmid wird sicher fehlen. Folglich sei, nach bisher drei Remis zu Hause, der erste Heimsieg anvisiert. "Wir brauchen uns vor niemandem in dieser Liga zu verstecken. Schlagen können wir jeden", sagt Wenger selbstbewusst, der überzeugt ist, dass der Knoten bald platzen wird bei seinen Langenmosenern: "So wie wir auftreten und was wir investieren - das wird irgendwann belohnt." Oft allerdings habe seine DJK die Anfangsphase verschlafen. "Wir geraten meist früh in Rückstand und laufen jenem dann hinterher", bestätigt der Spielertrainer: "Agieren wir von Anfang an konzentriert und trauen uns nach vorne noch mehr zu, dann gewinnen wir am Sonntag."