Lange Zeit das Führungsquartett beim Pfaffenhofener Crosslauf 2017: (v.
Lange Zeit das Führungsquartett beim Pfaffenhofener Crosslauf 2017: (v. l.) Michael Biesenberger (LG Stadtwerke München), der Hohenwarter Florian Pasztor, Martin Stier (MTV Ingolstadt) sowie der am Ende siegreiche Felix Zimmermann von der LG Region Landshut.
H. Kramer
Pfaffenhofen
Der einzige Haken: Keiner der Aktiven trat in einem "SOB-Trikot" an.

Bei den Herren hatte sich Vorfeld ein Zweikampf zwischen dem Schrobenhausener Heiko Middelhoff und dem Hohenwarter Florian Pasztor angebahnt. Doch Erstgenannter ließ das Rennen sausen. Er sei erkältet, hieß es. So schien alles auf einen erneuten Sieg von Pasztor auf dem anspruchsvollen 6100-Meter-Parcours hinauszulaufen, es wäre der vierte in Folge gewesen. Doch der 33-Jährige hat heuer weniger trainiert, im Sommer war er erstmals Vater geworden - wovon auch die leichten Schatten unter seinen Augen zeugten. Zuletzt hatte Pasztor zudem eine Erkältung geplagt. Dennoch war es überraschend, dass der Hohenwarter in der ersten (von drei) Runden noch sieben Begleiter hatte und in der zweiten als Frontmann eines Quartetts zu sehen war - an seiner Seite der Vorjahreszweite Felix Zimmermann (damals TSV Penzberg, nun LG Region Landshut), der bärenstarke Martin Stier (MTV Ingolstadt) sowie Michael Biesenberger (LG Stadtwerke München).

Anfangs der Schlussrunde griff Zimmermann an, Pasztor heftete sich an seine Fersen. "Ich wollte an der langen Steigung 800 Meter vor dem Ziel kontern", beschrieb der Hohenwarter nach dem Rennen seine Taktik. Doch der Wahl-Niederbayer (stammt aus München) hielt dagegen und hatte im Ziel mit 23:34 Minuten drei Sekunden Vorsprung auf Pasztor. M30-Gold war aber immerhin ein kleiner Trost für den Hohenwarter.

Schon auf Rang neun folgte der Schrobenhausener Lehrer Roland Rigotti (TSV 1881 Neuburg), mit 25:57 Minuten erwies sich der 41-Jährige als schnellster M40-Athlet. Dass der Eulenrieder Albert Walter (MTV Ingolstadt) in 34:17 Minuten souverän den M75-Sieg einfahren würde, war den Experten und seinen Fans schon vorher klar gewesen.

Bei den Damen bekam es die Koppenbacherin Roswitha Schruf mit namhaften Konkurrentinnen zu tun - darunter die DLV-Kaderathletin Regina Högl (LG Region Landshut), eine gebürtige Pfaffenhofenerin. Diese landete dann, wie im Vorjahr, einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg in 20:46 Minuten. Schruf ihrerseits hatte das Pech, einen Großteil des Rennens alleine bestreiten zu müssen. In der Schlussrunde lief die 49-Jährige doch noch zur 19 Jahre jüngeren Marlies Hofmann (MTV Ingolstadt) auf und zog vorbei. Schrufs verdienter Lohn hierfür: ein Top-Ten-Platz bei den Damen allgemein sowie das "Holztreppchen" bei den W45-Sportlerinnen.

Insgesamt hatten sich 350 Aktive für die Veranstaltung angemeldet, 330 kamen ins Ziel. Nicht schlecht für "eines der härtesten Crossrennen Deutschlands", wie Albert Walter urteilt.

5,3â??KILOMETER

Am kommenden Samstag, den 9. Dezember, lädt der TSV Hilgertshausen zum siebten Oberilmtaler Weihnachtslauf über 5,3 Kilometer ein. Organisator Volker Melzer und sein Team kündigen "ein großes Teilnehmerfeld aus der gesamten Region" an. Gestartet wird um 14 Uhr am Sportheim des TSV in der Eichenstraße 16, wo auch das Ziel aufgebaut ist. Der Kurs ist wellig und abwechslungsreich. "Alle Aktiven werden im Ziel mit einer Medaille und einem kleinen Weihnachtspräsent belohnt", erzählt der Hilgertshausener Abteilungsleiter - und versucht damit, eventuelle Starter zusätzlich anzulocken.

Zu den Stammgästen zählt der Jetzendorfer Thomas Mittag. Der Hohenwarter Florian Pasztor überlegt noch, ob er die Veranstaltung zu Trainingszwecken nutzen soll. Weitere Informationen zur Voranmeldung und zur Veranstaltung sind auf www.oberilmtaler-huegellauf.de zu finden. Nachmeldungen sind am bis eine Stunde vor dem Start möglich. | htk