Kreisliga Ostschwaben

Schon vor dem jüngsten Match gegen den FC Gerolsbach (0:0) kam es dort nämlich zu einer Krisensitzung aufgrund des schlechten Abschneidens bisher. Auf den Prüfstand kam dabei auch Coach Sebastian Kalkbrenner, der trotzdem weiterhin das sportliche Sagen hat. Nicht mehr zum Trainerstab gehört hingegen Dominik Koch: Der 28-jährige ehemalige Bayernligaspieler sollte eigentlich als verlängerter Arm auf dem Platz die Geschicke lenken, das Verhältnis zur Mannschaft habe aber nicht mehr gepasst - so zumindest der offizielle Grund für die Trennung. Der TSV ist somit um einen Edeltechniker ärmer. Zwar sorgten die Rehlinger Kicker dann, durch das torlose Remis gegen den FC Gerolsbach, für das Ende ihrer vorherigen Niederlagenserie (drei Pleiten am Stück) - aber trotzdem sind sie mit nur elf Zählern auf dem Konto und Tabellenplatz elf weiterhin akut abstiegsgefährdet.

Sogar noch dramatischer stellt sich derzeit die Lage für den BSV Berg im Gau dar. Bereits sieben Punkte liegt die Finkenzeller-Truppe vom rettenden Ufer entfernt, nach der jüngsten 1:3-Pleite im Kellerduell beim FC Stätzling II drohen dem Schlusslicht frühzeitig alle Felle davonzuschwimmen. "Wir müssen jetzt punkten, ohne Wenn und Aber", weiß Finkenzeller, was die Stunde geschlagen hat. In Stätzling habe seine Truppe die Zweikämpfe nicht richtig angenommen, in gegen Ende der Partie habe dann der Zug und das Selbstvertrauen gefehlt.

"Das ist ein Stück weit verständlich in unserer Situation", sagt der 31-Jährige. Anders sei jedoch der Gegner aufgetreten. "Stätzling hat sehr ruhig gespielt und sich so den Dreier verdient", so der BSV-Spielertrainer, der am Samstag nun von einer anderen Gemütslage beim Gegner ausgeht. "Rehling ist mental nicht in der besten Verfassung. Diese Mannschaft hatte sicher andere Erwartungen an sich, als es ihr momentaner Tabellenstand ausdrückt. Ich rechne mir da schon etwas aus", erklärt Finkenzeller, der weiß, dass eines beide Klubs eint: "Sowohl wir als auch Rehling brauchen diesen Dreier."

Wie er das Match angehen wird? "Wir müssen viel klarer spielen als noch in Stätzling. Auf der Defensive liegt der Fokus", so der BSV-Coach, der den großen Schwachpunkt des anstehenden Gegners kennt: "Rehling ist in der Abwehr verwundbar", so Finkenzeller über die schwächste Verteidigung der Liga (28 Gegentore). Was den 31-Jährigen ebenfalls optimistisch stimmt: Er hat gegen den TSV wohl ein paar Alternativen mehr zur Verfügung. "Der eine oder andere Kicker sollte wieder zurückkommen", sagt er und hofft dabei vor allem auf das Comeback von Korbinian Stachel: "Er würde uns richtig gut tun - und vielleicht geht bei uns dann auch ein echter Ruck durch gesamte Team."