Kreisliga Ostschwaben

Drei Siege am Stück feierte der TSV um das Spielertrainergespann Andreas Brysch und Sebastian Kinzel zuletzt. "Gewinnt Pöttmes jetzt noch das Nachholspiel gegen den BC Rinnenthal, ist der Klub einigermaßen da, wo er hin will", sagt BSV-Spielertrainer Martin Finkenzeller über den kommenden Gegner. Neun Punkte hat der Meisterschaftsfavorit auf dem Konto, vier Zähler beträgt der Rückstand auf den aktuellen Klassenprimus FC Affing - den Klub also, der den Pöttmesern vom Potenzial her am ehesten Rang eins vermiesen könnte. Vielleicht wären die Gastgeber vom Sonntag noch dichter dran am FCA, wenn Sebastian Kinzel nicht schon am ersten Spieltag verletzt ausgeschieden wäre. Seitdem hat der Rekordtorschützenkönig der Bayernliga (51 Treffer in 35 Partien für den TSV Rain in der Saison 2014/2015) keine Minute mehr absolviert - eine herbe Schwächung für die Pöttmeser, die dennoch über einen illustren Kader verfügen.

Ganz anders sieht die Personallage nach wie vor beim BSV Berg im Gau aus. Der neueste Name im Lazarett ist der von Korbinian Stachel, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss wohl länger fehlen wird. Ein halbes Dutzend Spieler muss Finkenzeller ersetzen, der sich also trotz der Folgen seiner Nierenkolik weiter nicht schonen darf. Dass die Taktik gegen die favorisierten Pöttmeser nun komplettes Einigeln um den eigenen Strafraum sei, dies werde allerdings nicht passieren, versichert er. "Parken wir vor unserem Tor einen Bus, bekommen wir zu wenig eigene Chancen - und am Verwerten von diesen hapert es bislang ohnehin extrem,", sagt der 31-Jährige, der zumindest Nadelstiche setzen will. Dies gelang zuletzt gegen den SSV Alsmoos-Petersdorf jedoch überhaupt nicht. Mit 2:4 unterlag sein BSV da und war damit noch gut bedient. Das schlechteste Spiel unter seiner Leitung habe seine Elf da gezeigt. "Wir waren weder aggressiv noch in den Zweikämpfen - und so wird's halt schwierig in der Kreisliga", spricht Finkenzeller von einer völlig verdienten Pleite.

Allein - groß aufhalten will sich der Spielertrainer nicht damit. "Wir haben unter der Woche alles aufgearbeitet", erklärt er, am Sonntag wolle er ein anderes Gesicht sehen von seiner Elf: "Besinnen wir uns auf unsere Stärken und treten wieder auf wie etwa im Derby gegen den FC Gerolsbach, dann ist es sicher nicht unmöglich, gegen Pöttmes etwas zu holen."

Dass der TSV den Berg im Gauern generell nicht liegt, was zuletzt sechs Pleiten in Serie bestätigen, diese Einschätzung interessiert den 31-Jährigen nicht. "Nochmal: Die Aufgabe wird sicher nicht leicht. Aber treten wir kompakt und leidenschaftlich auf, ist nichts unmöglich", meint Finkenzeller.