Kreisliga Donau/Isar 1

"Es war definitiv ein verdienter Sieg für uns. Aber wir machten es bis zum Schluss unnötig spannend, weil wir viel zu viele klare Möglichkeiten liegen ließen", erzählt ein erleichterter Richard Bäuerle. Wie wichtig der Dreier in Hepberg letztlich war, zeigt ein Blick auf das Klassement: Anstatt auf Tabellenplatz fünf, den die Paartaler nun belegen, stünde die Elf von Spielertrainer Roland Baumgärtner nur auf Rang neun - bei lediglich drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone.

"Die Vorzeichen waren alles andere als gut für uns, hatten wir doch etliche angeschlagene Akteure vor diesem Duell", berichtet der Hohenwarter Abteilungsleiter. Dass sein TSV nun ausgesprochen souverän agierte in Hepberg, dies macht den 32-Jährigen umso stolzer. "Wir ließen über die gesamte Spielzeit lediglich eine gefährliche Aktion des FCH zu, und bei diesem Freistoß war unser Keeper Alexander Bäuerle aber auf dem Posten", erzählt der Fußballchef der Paartaler.

Dass die erste Halbzeit gestern von beiden Seiten nicht gerade ein Leckerbissen war, dies verhehlt Bäuerle ebenfalls nicht: "Torchancen waren komplette Mangelware, das Geschehen spielte sich fast ausschließlich im Mittelfeld ab - und wurde oft vom Schiedsrichter unterbrochen." Kein Wunder also, dass seine Paartaler bei ihrem Führungstreffer auch von einem Fehler der Platzherren profitierten: Nach einem weiten Ball sprang einem Hepberger Verteidiger der Ball zu weit vom Fuß, Fabian Siebert war daraufhin frei durch und vollendete cool zum letztlich entscheidenden 1:0 (30.).

"Nach dem Seitenwechsel brauchten wir dann zehn Minuten, um ins Match zurückzufinden. Hepberg hatte hier eine echte Eckballserie, konnte daraus aber keine klare Chance kreieren", erzählt Bäuerle. Im Anschluss bekamen seine Paartaler das Geschehen freilich wieder in den Griff - erst recht, als sich die Gastgeber selbst schwächten: Ali Erbas sah in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte, wodurch die Baumgärtner-Truppe endgültig auf die Siegerstraße geriet.

Allerdings versäumten es die Paartaler in der Folge, den entscheidenden zweiten Treffer nachzulegen. So schloss Siebert bei einem Konter zu überhastet ab - und auch Manuel Haslauer vergab eine sogenannte Hundertprozentige. "Dazu hätten wir nach Foul an Andre Motz zwingend einen Elfmeter bekommen müssen", berichtet Bäuerle. Der Hohenwarts Abteilungsleiter ärgert sich aber nicht groß über die vermeintliche Fehlentscheidung, da seine Paartaler den Dreier am Ende ja trotzdem problemlos über die Zeit brachten. "Und dieser Auswärtserfolg war für uns eben sehr wichtig, um den Vorsprung auf die unteren Tabellenplätze wieder auszubauen", sagt Bäuerle. Sechs Zähler beträgt das Polster auf die Abstiegszone nun, am kommenden Wochenende gastieren die Paartaler bei der DJK Ingolstadt.