Kreisliga Donau/Isar 1

"So schnell kann es gehen", unkt Spielertrainer Roland Baumgärtner vor dem Duell des Tabellendritten zu Hause gegen den Zweiten des Klassements. Am vergangenen Wochenende, bei der 1:3-Niederlage in Karlshuld, hatte der 33-Jährige noch seinen kompletten Kader zur Verfügung - nun droht aus jenem gleich ein ganzes Quartett auszufallen. Am schlimmsten hat es dabei Sebastian Herker erwischt, beim offensiven Aktivposten der Paartaler besteht der Verdacht auf einen Muskelbündelriss. "Bestätigt sich das, war es das wohl für ihn bis zur Winterpause", ahnt Baumgärtner Böses. Nicht ganz so schlimm sind da die Blessuren von Benjamin Vogt, Thomas Stegmeier und Alexander Sengl, deren Einsätze am Sonntag sind aber auch äußerst fraglich. "Jammern hilft nichts. Wir sind trotzdem stark genug, um gegen Gaimersheim zu bestehen", sagt Hohenwarts Spielertrainer dazu.

Allerdings müsse sein Team anders auftreten als bei der jüngsten Pleite in Karlshuld. "Es lag nur an uns, dass wir dort nichts holten", erklärt Baumgärtner, der jetzt auf einen positiven Lerneffekt bei seinen Spielern setzt: "Uns ist durch das 1:3 vor einer Woche hoffentlich wieder bewusst geworden, dass du dich in dieser Liga nicht ausruhen darfst."

Die Grundtugenden seien im Paartal wieder gefragt, wollen die Tabellendritten im Spitzenspiel erfolgreich sein. "Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen", bestätigt der 33-Jährige, der damit vor allem das intensive Laufspiel seiner Mannschaft meint. Stünde zudem die Defensive wieder kompakt, könnte das sonntägige Aufeinandertreffen ähnlich positiv verlaufen wie die beiden Duelle gegen Gaimersheim in der abgelaufenen Saison. Da nämlich war Hohenwart stets ohne Gegentreffer geblieben, ein 0:0-Remis und ein 1:0-Sieg standen am Ende zu Buche.

"Die Spielweise der Gaimersheimer liegt uns mehr als die der Karlshulder", hat Baumgärtner ausgemacht. Der SVK stand zuletzt sehr tief und war auf das Verteidigen fokussiert, der Gegner jetzt wolle hingegen das Spiel gestalten. "Damit kommen wir besser zurecht, da stimmen normalerweise die Laufwege bei uns", so der Spielertrainer, der freilich auch weiß, dass für die Seinen eine Menge Arbeit ansteht am Sonntag: "Gaimersheim ist ein Aufstiegskandidat, hat gerade in Markus Bauer viel Qualität." 2:0 gewann der TSV zuletzt gegen den FC Hepberg - auch wegen seines Stürmers, der an acht der zehn Gaimersheimer Saisontore direkt beteiligt war. Durch diesen jüngsten Sieg haben sich die sonntägigen Gäste, die nur noch eines von drei ungeschlagenen Teams in der Kreisliga Donau/Isar 1 sind, im Klassement an Hohenwart vorbeigeschoben. Sieben Zähler haben die Paartaler auf dem Konto, Gaimersheim weist vor dem direkten Aufeinandertreffen einen Punkt mehr auf.