Hohenwart: Offener Schlagabtausch unerwünscht
Spielertrainer Roland Baumgärtner bereitet die angespannte Personalsituation beim TSV Hohenwart Sorgen. ‹ŒArch - foto: Ralf Lüger
Hohenwart

Kreisliga Donau/Isar 1

"Es waren am Dienstag nur noch sieben Spieler der ersten Mannschaft im Training, wir haben etliche angeschlagene Kicker", benennt der 33-Jährige die Personalsituation derzeit als das größte Problem im Paartal. Die Einsätze von Alexander Sengl, Andre Motz, Benjamin Vogt und Baumgärtner selbst stehen in Hepberg auf der Kippe, Sebastian Herker fehlt definitiv. "Immerhin hat sich seine Verletzung nur als Bänderdehnung herausgestellt. Er wird also nicht allzu lange ausfallen", erzählt Hohenwarts Spielertrainer. Wesentlich besser steht diesbezüglich der Gegner da. Schon fast traditionell hatte Hepberg im August mit massiven Urlaubsproblemen zu kämpfen, die den in dieser Saison ohnehin dünnen Kader nun noch mehr beutelten. Mit nur drei Punkten liegt der FCH derzeit folglich auf dem vorletzten Tabellenplatz, was angesichts der Offensivstärke der Truppe von Trainer Güngör Gürses nur eine Momentaufnahme sein sollte. "Es wird ein 50/50-Spiel", macht sich auch Baumgärtner mit Blick auf Sonntag nichts vor.

Für seine Elf gelte es, den Fokus auf die Defensivabteilung zu richten, die sich bei der jüngsten 1:5-Heimniederlage gegen den TSV Gaimersheim individuelle Patzer erlaubte. "Die Leistung insgesamt war okay, aber wenn du solche Fehler machst, dann wird es schwer", blickt der 33-Jährige zurück und sagt: "Wir haben deutlich gesehen, dass du in dieser Liga die Spiele verlierst, wenn du nicht voll da bist." Auf Rang sieben sind die Paartaler durch diese Schlappe zurückgefallen, der gute Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Partien droht nun wertlos zu werden, sollte in Hepberg die dritte Pleite am Stück folgen. "Wir sind, obwohl personell gebeutelt, in der Lage, den FCH zu schlagen", sagt Baumgärtner selbstbewusst: "Dafür muss aber unsere Abwehrarbeit passen - von der profitierten wir vergangene Saison." Ein ähnliches Match wie bei der 3:4-Niederlage im bisher letzten Aufeinandertreffen will der Hohenwarter Spielertrainer unbedingt vermeiden: "Damals ließen wir uns gegen Hepberg auf einen offenen Schlagabtausch ein, das darf am Sonntag nicht passieren", weiß er.

Das Minimalziel im anstehenden Auswärtsmatch sei ein Remis. "Wir wollen den Gegner mindestens auf Distanz halten", erklärt Baumgärtner, dessen Mannschaft drei Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz steht - und vier Punkte von Tabellenrang zwei entfernt ist. "Die ersten beiden Ränge im Klassement sind aber nicht unser erklärtes Ziel", will der 33-Jährige vom Blick nach oben nichts wissen: "Wir wollen den Abstand nach unten vergrößern, dafür wäre ein Sieg am Sonntag Gold wert."