B-Klasse Neuburg I

Aufgrund der Konstellation mit nur elf teilnehmenden Mannschaften kann sich in der laufenden Saison kein Aufstiegsaspirant viele Ausrutscher erlauben: "Bei gerade einmal 20 Partien in dieser Spielzeit kann man sich vielleicht drei Niederlagen leisten. Sollten es mehr sein, wäre man aus dem Aufstiegsrennen raus. Das Match am Sonntag ist daher sehr wichtig für uns, wir dürfen den Anschluss nach oben nicht verlieren", verdeutlicht Sandizells Trainer Sven Rechenauer.

Ja, sein Team war mit zwei Kantersiegen eigentlich hervorragend aus der Sommerpause gekommen. "Aber ich war trotz der beiden Erfolge nie wirklich zufrieden. Unsere 1:2-Niederlage beim SV Bayerdilling hat mich dann ja leider bestätigt", sagt der Teamverantwortliche der Gelbschwarzen: "Es war reine Kopfsache, unsere Einstellung hat bei dieser Pleite nicht gepasst. Ich hoffe, es hat nun jeder kapiert, dass wir unser Level 90 Minuten halten müssen."

Zu gerne hätten die Sandizeller bereits in der darauf folgenden Woche ihre Niederlage aus Bayerdilling wieder gut gemacht, doch der Spielplan in der B-Klasse Neuburg hatte etwas dagegen und verdonnerte die Gelbschwarzen zu einer zweiwöchigen Zwangspause. Ja, in diesem Elferfeld sind pro Wochenende stets drei Mannschaften spielfrei. "Hierüber kann ich nur schmunzeln. Meine Spieler mussten jetzt sechsmal trainieren, bis sie wieder ein Punktspiel bestreiten dürfen. Da bestand meine Hauptaufgabe als Trainer eigentlich rein darin, weiterhin für Spaß zu sorgen", so Rechenauer.

Auch einen Blick auf das Klassement kann man sich zum jetzigen Zeitpunkt irgendwie sparen. So haben manche Teams bereits fünf Spiele absolviert, während das Schlusslicht FC Schrobenhausen erst zweimal im Einsatz war. "Die Tabelle wird nie aussagekräftig sein, höchstens zur Winterpause. Man weiß eigentlich nie, wo man steht. Man kann nur auf sich selbst schauen und Woche für Woche seine Punkte holen", erklärt der Ex-Mühlrieder mit Bedauern.

Aufgrund ihres witterungsbedingten Spielabbruches beim BSV Neuburg II haben die Brunnener auch erst zwei gewertete Begegnungen. Mit sechs gewonnen Zählern 2017/18 unterstrich die Truppe um das Spielertrainerduo Kevin Irl/ Andre Irl aber bereits ihre Ambitionen. Zuletzt schlug die Brunnener Mannschaft den SV Bertoldsheim auf eigenem Sportgelände mit 3:2.

Rechenauer will den Fokus aber vor allem auf seine Akteure richten: "Unsere Truppe ist top, mit der müssen wir in dieser Spielzeit einfach oben mitspielen. Im Endeffekt können wir uns nur selber schlagen", so der Sandizeller Coach: "Wir müssen unser Spiel finden, den Ball laufen lassen und immer in Bewegung sein. Dann bleiben die drei Punkte an diesem Sonntagnachmittag bei uns zu Hause."

Ob Rechenauer im DJK-Derby personell aus dem Vollen schöpfen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden - denn hinter den Einsätzen der beiden angeschlagenen Leistungsträger Korbinian Nadler und Sven Hübner steht noch ein dickes Fragezeichen. Zudem droht Jochen Buchner bei den Sandizellern wegen Hüftproblemen auszufallen.