A-Klasse Neuburg

  • TSV Pöttmes II - FC Türkenelf Schrobenhausen 1:2: Als gestern Nachmittag in Pöttmes die letzten zehn Minuten anbrachen, hatte Tekin Halici nur einen Gedanken im Kopf. "Ich habe gedacht: Es soll sich bitte nicht rächen, dass wir zuvor so viele Chancen vergeben haben", erzählt der Abteilungsleiter, der nach der Verletzung von Hakan Satilmis zudem als Keeper aushelfen musste. Die gute Nachricht aus seiner Sicht folgte kurze Zeit später: Es rächte sich nicht. Der FCT schaffte stattdessen seinen zweiten Sieg in Folge und schob sich - nach dem insgesamt vierten ungeschlagenen Spiel hintereinander - auf Tabellenrang acht nach vorne. "Wir haben einen Mini-Lauf, mit dem wir natürlich sehr zufrieden sind", betont Halici. Zumal seine Mannschaft zurzeit kaum in voller Stärke trainieren könne. "Dass es trotzdem so gut klappt, zeigt unser Potenzial", so der spielende Abteilungsboss. Das stellte der FCT gestern vor allem in der ersten halben Stunde unter Beweis, in der er regelrecht über den TSV II hinwegfegte. Yavuz Halici (19.) und Mustafa Halici per Strafstoß (24.) erzielten hier die verdienten Treffer. Der einzige Schönheitsfehler: Cataliw Oana verkürzte auf 1:2 (28.). In der Folge vergaben die Gäste gute Chancen zur Entscheidung und mussten deshalb - inklusive Torhüter Tekin Halici - bis zum Schluss zittern. Nach 90 Minuten gab es dann die verdienten Punkte. "Der Zug ist jetzt ins Rollen gekommen - und natürlich möchten wir ihn so lange wie möglich in Fahrt halten", so Halici.

 

  • SV Baar - SV Waidhofen 3:1: Nein, an dieser Niederlage gibt es aus Waidhofener Sicht absolut nichts schönzureden. "Man muss ganz ehrlich festhalten, dass wir absolut verdient verloren haben", räumt auch Pressesprecher Daniel Hermann ein. So sei die Mannschaft aus dem Paartal nie wirklich ins Spiel gekommen und hätte vor allem in der Offensive - trotz der 1:0-Führung durch Marco Dischner (20.) - viel zu harmlos agiert. Helmut Rogg (41./54.) sowie Ferdinand Specht (83.) nutzten diese ungewohnten Schwächen des Tabellenführers schließlich und drehten die Partie. Seine Spitzenposition verteidigte der SVW trotz der Niederlage, auch wenn sich das Feld der Aufstiegsaspiranten nun ein bisschen enger zusammengeschoben hat. Ein Weckruf also zur richtigen Zeit für die Paartaler? Oder wie es Hermann mit einem Augenzwinkern formuliert: "Mann kann ja nicht immer gewinnen."

 

  • FC Zell/Bruck - SV Hörzhausen 3:1: Ob er sich darüber freuen könne, dass der SV Waidhofen zumindest ebenso verloren hat? "Nein", sagt Richard Fischer: "Das ärgert mich ja fast noch mehr, da wir mit einem Sieg die Tabellenführung übernommen hätten." Auf dem Weg dorthin scheiterten die Hörzhausener gestern Nachmittag aber vor allem an drei Faktoren. Zum einen an sich selbst, "denn man hat schon im Training unter der Woche gemerkt, dass es nicht mehr ganz so rund läuft", beschreibt Fischer. Darüber hinaus war der Abteilungsleiter mit der Leistung von Schiedsrichter Ludwig Schmidt alles andere als einverstanden. Anstatt nämlich nach fünf Minuten auf Strafstoß für den SVH zu entscheiden, zeigte dieser Matthias Rupp zunächst Gelb wegen Reklamierens und schließlich Gelb-Rot, als Rupp sich über die erste Verwarnung beschwerte (5.). "Wenn ein Schiedsrichter einen Fehler macht, ist das eine Sache. Wenn er im Laufe des Spiels aber auch noch Spieler provoziert und beleidigt, geht das gar nicht", ärgert sich Fischer. Doch dem nicht genug, denn zum Dritten war da ja noch Zell/Brucks Bright Aikhionbare, der die Hörzhausener mit einem Hattrick fast im Alleingang abschoss (48./59./81.). Für den SVH traf gestern dagegen nur Fabian Strohmayr (65.). "Ich hoffe, dass uns dieser kleine Dämpfer jetzt wieder wachrüttelt", betont Fischer.

 

A-Klasse Aichach

  • Türkspor Aichach - TSV Weilach 2:6: Zwei Spiele, sechs Punkte, 14 eigene Tore: Die Bilanz der jüngsten zwei Partien liest sich aus Weilacher Sicht beeindruckend. Doch Helmut Wollesack weiß ganz genau, wie er - nach dem 8:0 beim SV Ottmaring II vor einer Woche - auch das gestrige Ergebnis einordnen muss: "Bei allem Respekt, diese Gegner waren nicht wirklich unser Maßstab", so der Abteilungsleiter. Gewinnen, und dann auch noch in dieser Höhe, muss man die Partien aber trotzdem erst einmal. Und gestern tat der Tabellenführer das eben erneut vollkommen souverän - zunächst durch Treffer von Thomas Tanzer (5./28.), Georg Demmelmair (6./68.) und Alexander Semmer (53.). Arsim Kadirolli verkürzte aus Aichacher Sicht zweimal (65./70.) - ehe sich beim Stande von 2:5 auch noch Roland Appel mit seinem elften Saisontreffer in die Torschützenliste einreihen durfte. "Ein glanzloser Sieg. Wir haben gewonnen, fertig aus", fasst Wollesack zusammen und betont: "Nächste Woche bekommen wir es schon mit einem anderen Kaliber zu tun." Dann kommen die fünftplatzierten Sportfreunde Friedberg nach Weilach. Nach den Spielen gegen den Letzten und den Vorletzten dürfte das für den TSV in der Tat ein bisschen schwieriger werden.